Kraftakt mit toller Stimmung belohnt

Der St. Ingberter Stadtlauf ist und bleibt eine Institution. Auch am Freitag wurden die Organisatoren für die viele Arbeit mit dem Lob der Läufer belohnt. Rekorde blieben diesmal aus. Aber die Atmosphäre war besonders an zwei Stellen richtig gut.

Auch die 37. Auflage des St. Ingberter Stadtlaufs der DJK-SG St. Ingbert am Freitag erfüllte die Erwartungen. "Ganz wichtig war das regenfreie Wetter, es ist eben immer auf der Seite von uns St. Ingbertern", freute sich Monika Kulicke-Günther aus dem Organisationsteam. Die Veranstaltung sei reibungslos verlaufen. Es gab wieder über 100 Zieleinläufer mehr als im Vorjahr - 1343 im Vergleich zu 1239.

Auch die Zahl der Voranmeldungen stieg noch einmal leicht an, aber diese Anzahl habe keine Aussagekraft. "Wir vom Orga-Team möchten sie auch nicht öffentlich nennen. Sie würde für uns zwar noch besser aussehen, aber sie beinhaltet nun einmal Personen, die nicht angetreten sind", betonte Kulicke-Günther.

Zu Beginn der Veranstaltung gingen 188 Bambini auf die 600 Meter lange Strecke - alleine 40 Starter stellte die Protestantische Kindertagesstätte Christuskirche. Anschließend hätten sich die 591 Schüler "äußerst diszipliniert verhalten". Für die gute Anzahl von 349 Startern im Hauptlauf über zehn Kilometer gab es auch ein Sonderlob von Thorsten Mayer, Laufwart des Saarländischen Leichtathletikbundes. Kulicke-Günther sagte: "Man muss ausdrücklich die tolle Stimmung in der Fußgängerzone und im Park herausstreichen. Dies zeigt, dass unser Stadtlauf nicht mehr wegzudenken ist. Die Organisation ist ein Kraftakt. Aber das Ergebnis beweist, dass die Institution Verein eben doch noch zeitgemäß ist." Der Lauf 2017 am letzten Freitag im April sei bereits fest eingeplant. Dann sei es wieder "extrem wichtig", dass der Marktplatz nicht anderweitig genutzt wird. Dort befand sich am Freitag der Zielbereich.

Die erhofften Verbesserungen der Streckenrekorde von Steffen Justus (2010, 30:37 Minuten) und Joelle Franzmann (2007, 35:41) blieben auf der neuen Strecke mit mehr Kurven und Ecken aus. Dennoch lobte Kulicke-Günther die Siegerzeit von Jan Lukas Becker (31:55,8). Der 22-Jährige stammt aus Saarbrücken, startet für die LG Region Karlsruhe, aber bei regionalen Wettkämpfen für Sport Rech St. Ingbert . "Unterwegs war es aufgrund des Windes schon etwas härter als gedacht. Ich bin die ganze Zeit alleine gelaufen", sagte der nationale U 23-Mannschaftsmeister von 2015 mit Karlsruhe über zehn Kilometer. Auch der Physiotherapie-Student lobte die Stimmung als "wie immer ganz toll".

Bei den Frauen siegte Jessica Kammerer vom TuS Heltersberg. Sie arbeitet in Homburg-Erbach als Erzieherin in einem Kindergarten. Die 36-Jährige benötigte 40:27,3 Minuten. Sie war nach fünf Monaten Wettkampfpause aufgrund einer Sehnenentzündung mit der Zeit bei ihrer Rückkehr "hochzufrieden. Das ist ein sehr schöner Lauf mit einer klasse Atmosphäre. Mein Sieg war ungefährdet".

 Auch die Hobbyläufer waren eifrig bei der Sache.
Auch die Hobbyläufer waren eifrig bei der Sache.
 Die Samba-Gruppe „Ei jo" feuerte die Läufer an.
Die Samba-Gruppe „Ei jo" feuerte die Läufer an.

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