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Konzert des MV Hochscheid-Reichenbrunn in der Oberwürzbachhalle

Konzert : Jubiläumsjahr begann mit einer Weltreise

Mit dem Konzert zum Jahresanfang begeisterte der Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn in der Oberwürzbachhalle.

Der Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn hat am Sonntagabend mit seinem traditionellen Konzert zum Jahresanfang sein Jubiläumsjahr eröffnet. In der Oberwürzbachhalle gab das Orchester (Leitung: Rocco Irvano Funaro) den Startschuss zur Feier des 85-jährigen Vereinsbestehens. Dieses Mal lautete das Motto „Music around the world“, was so viel wie „Mussig rund um die Erd‘“ heißen würde, meinte Markus Noll, der 1. Vorsitzende, in seiner Begrüßung.

Damit korrespondierte auch die Dekoration auf der Bühne und auf den Tischen. Fähnchen in Landesfarben und eine Weltkarte machten klar, dass es durchaus weiter weg gehen wird. Wenn auch „nur“ musikalisch. Verantwortlich für die Reise war der Chefsteward, der gleichzeitig auch als Reiseleiter fungierte: Sascha Gries. „Sie werden hören, wenn das Ende gekommen ist“, meinte der Moderator zu den Besuchern, als er „First Suite in Eb“ ankündigte. Dabei handelt es sich um eines der ältesten Werke für die Besetzung von Blasorchestern. Ein durchaus anspruchsvolles Stück, welches das Publikum noch mit einem leisen Bravo-Ruf goutierte.

„Jetzt wird’s heiß“, versprach Gries nur einen Titel später, als er „El Camino real“ einleitete. „Für jedes Orchester eine Herausforderung, die aber zu einem wunderschönen Ergebnis führen kann“, sagte der Conférencier zu dem Alfred-Reed-Titel. Der Titel mit lateinamerikanischen und spanischen Klängen vermittelte Tanzlust. „Super! Bravo!“, entfuhr es dem ein oder anderen im Publikum. Als Sascha Gries „Sissi! – Franzl!“ aus den Sissi-Filmen nachmachte, musste er selbst lachen. Die Konzertbesucher und die übrigen Orchestermitglieder auch. Mit „Kaiserin Sissi“ begaben sich die Musiker ins deutschsprachige Ausland. Nämlich nach Österreich und Rheinland-Pfalz, scherzte Gries. Letzteres weil Komponist Timo Dellweg von dort kommt.

„Das ist jetzt so ein neues Ding und das machen wir jetzt auch“, sagte er zu „Israeli Folk Songs“ und hatte auch hier die Lacher auf seiner Seite. Das Stück beinhaltet sogenannte Body-Percussions. Soll heißen, die Musiker klatschen, schnippen mit den Fingern, stampfen mit den Füßen, rufen und singen. Das sei „State of the Art“ und ein freudiger Mix. Eine Beschreibung, die auch auf das Lied selbst zutraf. Als dann Deborah Wagner „Gabriellas Song“, das schwedische Lied zum Kinofilm „Wie im Himmel“ aus 2005 sang, brach das Eis vollends in der Halle. Am sehr langen Applaus zeigte sich, dass der Gesang, gepaart mit der Musik des Orchesters, ankam.

Eine Stimmung, die sich beim James Bond- und danach auch beim Abba-Medley, und „Abba on Broadway“, wie die Musik zum Musical  heißt, fortsetzte. Beim britischen Geheimagenten hatten zuvor Dennis Fickinger (Saxophon) und Horst Gönitzer (Trompete) einen Solo-Auftritt. Nach „Polka Italienne“, dessen Melodie der Komponist Sergeij Rachmaninow von einem Leierkastenmann in Italien hörte, gab es stehende Ovationen. Die belohnten die Musiker mit dem Maxglaner Zigeunermarsch (Solisten: Susanne Burger, Horst Gönitzer und Markus Noll) sowie „Gabriellas Song“.