Kommunalpolitische Attacken garnieren Heringsessen der CDU

Kommunalpolitische Attacken garnieren Heringsessen der CDU

Gut 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinen kamen am Aschermittwoch zum Heringsessen von St. Ingberts Christdemokraten. Für Rede-Attacken sorgte vor allem Markus Hauck, der Chef der Stadtratsfraktion.

Etwa 12 000 Portionen Heringe und ungefähr zweieinhalb Tonnen Kartoffeln sind bei den Heringsessen der CDU St. Ingbert bisher verspeist worden. Diese Zahl nannte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Pascal Rambaud, der als Moderator durch die 39. Ausgabe führte, zu der sich am Mittwochabend mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinsleben in der Stadthalle eingefunden hatten. Eingebettet in das Heringsessen war der politische Aschermittwoch, bei dem drei Redner auf verschiedene Facetten der Kommunalpolitik eingingen.

Markus Hauck, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, nutzte seine Rede, um mit schweren Geschützen gegen OB Hans Wagner zu schießen. Egal, ob Doppelhaushalt oder die vom Verwaltungschef vorgelegten rentierlichen Maßnahmen: "Der Hans kann's - nicht", so sein Fazit in Anspielung auf Wagners Wahlwerbeslogan. Deutlich auch seine Ausführungen zum Thema Fahrstuhl in der Stadthalle. Hier verzögere der OB den Ausbau unter anderem dadurch, dass er erst noch einen Seniorenbeirat gegründet habe, der mit über den Bau abstimmen solle. "Ob blauer, grüner oder gelber Fahrstuhl: Was wird der Seniorenbeirat schon anderes sagen als ,Ja, wir brauchen einen'?", so Hauck.

Landratskandidat Peter Nagel sprach in seiner Funktion als Erster Beigeordneter des Saarpfalz-Kreises. Von 75 Millionen Euro, die im vergangenen Jahr als Kreisumlage von den betreffenden Kommunen geflossen seien, habe St. Ingbert etwa ein Drittel bezahlt und war somit erstmals vor Homburg. Die drei Positionen, die dabei das meiste Geld kosten, seien Jugend, Soziales und Bildung. Um Städte und Gemeinden bei diesen Kosten zu entlasten, müsse eine Reform her. Stellvertretend für seine Amtskollegen sprach St. Ingberts Ortsvorsteher Ulli Meyer. Er hoffte, dass es gelinge, St. Ingbert nach der Kommunalwahl wieder voranzubringen. Schließlich habe man sich im Land in den vergangenen Jahren lang genug blamiert.

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