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Kommentar zum Streit zwischen Waldnutzern und Saarforst

Kommentar : Die Revierförster haben es satt

Das sogenannte Bündnis der Waldbürgerinitiativen im Saarland unterstellt dem Saarforst sinngemäß, in der Brut- und Setzzeit wie die Axt im Walde zu hausen. Diese Behauptung trifft die Förster in den Revieren des Landes.

Es ist rund drei Jahre her, da gab es in einem Forstgebiet unweit der Saar-Universität in Saarbrücken einen denkwürdigen Termin. Ein Leser hatte sich beschwert, dass in einem lauschigen Waldstück zu viel abgeholzt werde.

Stellvertretend für viele seiner Kollegen riss da beim Ortstermin dem damaligen Revierförster die Hutschnur. Er bebte vor Zorn, seine Worte waren an Deutlichkeit kaum zu überbieten. Er hatte es satt, ständig angemacht zu werden von Leuten, deren teils harsche Kritik auf ihn und andere Mitstreiter im Saarforst niederprasselt: „Es ist eine Unverschämtheit, uns zu unterstellen, wir würden wüste Sachen machen“ Man habe nichts zu verbergen und könne jede forstwirtschaftliche Maßnahme sachlich und fachlich begründen.

Der Mann beklagte auch eine mittlerweile „abartige Streitkultur“. Wenige Wochen zuvor beging man den „Internationalen Tag der Wälder“. Da luden die Saarforst-Leute zum Streifzug ein, um die Sinnhaftigkeit der Waldbewirtschaftung und vieles andere mehr zu erklären. In besagtem Revier an der Uni fanden sich ganze vier Interessenten ein. Weiterer Ausführungen bedarf es wohl nicht.