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Kolumne zum Jahreswechsel in St. Ingbert

Kolumne : Hilfe, bald ist Januar-Tristesse

Zwischen Weihnachten und Neujahr liegt eine Woche, die man poetisch auch „die Zeit zwischen den Jahren“ nennt. Diesmal werden es sogar halkyonische Tage werden – also sonniges und windstilles Wetter, das es um die Zeit der Wintersonnwende schon in der Antike gegeben hat.

Was sich bis heute wenig geändert hat. Man erinnere sich an Rom am ersten Weihnachtstag: der Papst segnete urbi et orbi bei strahlend blauem Himmel. Wir haben noch bis zum Neujahrstag Gelegenheit, unsere Geschenke auszuprobieren, die neuen Bücher zu lesen und die Natur zu genießen. Denn bald, ganz bald, schlägt die Januar-Tristesse zu. Die Weihnachtslieder sind abgesungen, die Geschenke alt, der Tannenbaum nadelt und die Straßen sind voll mit matschiger Pappe, den Resten der Silvesterraketen. Das braucht kein Mensch. Da wird es Zeit, an den Sommerurlaub zu denken. Dürfen wir das noch? Oder ächzt dann das Klima? Egal, der Vatikan sorgte bei urbi et orbi diesmal für irdische Gelüste: Man sollte mal wieder durch Rom flanieren. Der knallblaue Himmel war als Inspiration einfach unwiderstehlich.