Kolumne Unsere Woche St. Ingbert Superhamster gesucht

Von drauß’ vom Aldi komm ich her, ich muss Euch sagen, die Regale sind leer. Solche und andere mehr oder weniger lustige Witze kursieren gerade zuhauf. Und nein, ich nehme das C-Wort nicht in den Mund.

Kolumne Unsere Woche St. Ingbert
Foto: SZ/Robby Lorenz

Ich laufe auch nicht in Supermärkte und spiele Großhandelsvertriebsches. Was soll der Unfug? Extrem traurig allerdings, dass nun auch die Tourismusbörse in St. Ingbert flachfällt.

In der Praxis haben wir es hierzulande mit noch anderen, sehr alltäglichen Dingen zu tun. Etwa mit Menschen, die man in St. Ingbert an der Ampel trifft. Die man nicht kennt, aber sehr mitteilsam sind. Und die etwas mit sich rumschleppen. Nicht in Taschen und Tüten, sondern im Innern ihres sagen wir mal von hinterhältigen, aggressiven Wesen „gehackten“ Körpers. So wie man einen Computer hackt, der dann außer Kontrolle gerät und nicht mehr gehorcht.

Also, wie gesagt, da stehe ich nun an der Ampel in der Pfarrgasse, als die ebenfalls auf Fußgänger-Grün wartende Frau mittleren Alters mir in die Augen schaut und sagt: „Mensch, hann ich die Gripp‘ gehadd.“ „Unn, alles üwwaschdann?“ frage ich Anteilnahme heuchelnd zurück. Der Kopf der Frau kommt näher, so etwa 15 Zentimeter vors Gesicht. Sehr schön zum einatmen, es soll ja nichts verloren gehen. „Nää“, sagt sie, „ich kann grad e Rückfall.“

Jetzt die Rübe ruckartig zurückziehen? Sieht doch blöde aus. Und so blieb bloß die Hoffnung, der Erreger möge an mir vorüberziehen. Das hat auch geklappt. Bislang.

Im benachbarten Sulzbach, so höre ich von einer Freundin, habe diese Woche eine Kassiererin im Discounter erzählt, dass es ein Kunde fertigbrachte, sieben Einkaufswagen mit Vorräten an die Kasse zu bugsieren. Vielleicht gibt es ja unter den vier Buchstaben DSDS nun einen neuen Wettbewerb, der da lautet: Deutschland sucht den Superhamster.

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