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Kolumne Unsere Woche St. Ingbert: Scheine, Schritte und Schandtat

Kolumne Unsere Woche : Scheine, Schritte und schwere Schandtat

Über unerwarteten Segen, Freundschaft ohne Bank und geprellte Pfleger.

In Niederwürzbach gibt die SPD-Polit-Prominenz dem Spaziergang  seine – eigentlich langläufig langweilige – Bedeutung zurück: mit einem Spaziergang „zu den großen Themen“ – ganz ohne Corona-Hintergedanken. In St. Ingbert ist man bei den schwergewichtigen Entscheidungen schon angekommen: 29 Millionen für den Umbau der Ludwigschule sind kein Klacks. In Blieskastel schöpft man ebenfalls aus vollen Scheinen: für den Neubau einer Fußgängerbrücke über den Niederwürzbacher Weiher gibt‘s 274 000 Euro an Förderung, 119 000 Euro obenauf vom saarländischen Umweltministerium. Die CDU traut dem Schein-Segen oder Geld-Regen nicht. Schließlich tat sich lange nichts und zufällig stehen ja Wahlen an. Rote oder schwarze Euro gebe es aber nicht, sagt dazu die Blieskasteler CDU. Nur Fortschritt.

Doch der kann auch erzürnen. Der Wittersheimer Ortsvorsteher traute seinen Augen nicht, als die 600 Kilogramm schwere Sitzbank – vom Freundschaftsplatz – verschwand. Quasi ein Opfer des Fortschritts ward. „Das ist eine Schandtat“, erboste sich Lonsdorf über die Diebe, von deren Tat nichts als Bierflaschen und Reifenspuren blieben. In Mandelbachtal bleibt der Zoff um die Windkraft eine beständige Konstante. In Homburg geht‘s dagegen wieder um Scheine. Regelmäßig werden Pfleger per Papierknöllchen um den Lohn geprellt – eine paradiesische Parksituation sieht anders aus. Aufruhr angebracht. Nicht nur beim Parken zählt jede Minute. Im St. Ingberter Kreiskrankenhaus bekam ein Patient gleich zwei Hüftgelenke in einer Operation spendiert. Ein ungewöhnlicher Schritt, der zu vielen weiteren Schritten verhilft.