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Kolumne "Unsere Woche" in St. Ingbert im Saarland: Der Dreierbund

Unsere Woche : Der Dreierbund

Von Wellen, Römern und Schäfchen.

Kaum haben sich mehrere Corona-Wellen über uns ergossen, bricht eine Grippe-Welle herein. Als Infektketten bezeichnete der Sprecher der Kinderärzte im Saarland, Benedikt Brixius, die Reihung der Krankheits-Wellen. Besonders betroffen: Kinder. So sehr, heißt es im Artikel, einige kämen schon gar nicht mehr aus dem Kranksein heraus. Was hilft? Ein Dreierbund. Gesunde Ernährung, ein kühles Schlafzimmer und frische Luft.

Vielleicht bei einer Runde auf dem neuen Fitnessparcours in Rentrisch. Nach längerem Stillstand – Schuld war wieder Corona – ist dort Bewegung jetzt möglich, der Parcours einschließlich fünf Sportgeräten eingeweiht. Für künftig gewünscht: ein Trimm-Gerät für Klimmzüge und ein Zugang zum Wasser. Den Zugang zum Wasser, den hatte man im Bliestal zwar. Aber zwischenzeitlich musste, auf Rat der Stadtwerke, Wasser abgekocht werden. Das Trinkwasser war mikrobiologisch verunreinigt.

Vom verunreinigten Wasser zum reinen Wein. Auch den könnte es zur Zeit der Römer im Bliesgau gegeben haben: Römischer Rebbau. Heute ist man, ohne Getöse, von der Rebe zum Rad gewechselt. In Mandelbachtal sollen die Bürger entscheiden, ob und wie viel Windrad gebaut wird. Für die Öko-Wende.

Mit der Wende kennt sich der St. Ingberter Erfinder Thomas Jung bestens aus. Seine Erfindung, die Bauchliege Bauchli, verschafft Entspannung bei der Körperwendung auf Bauchlage. Und ist damit so gar nicht römisch. Die Römer lagen ja bekanntlich nicht bäuchlings, sondern entspannt im seitlichen Armstütz.

Davon jedenfalls kann ein Schäfer aus dem Saarpfalz-Kreis nur träumen – vom Entspannen. Er malocht Tag für Tag, übrig bleibt wenig. Wo wir gerade bei Hirte und Schäfchen sind: Die Katholische Kirche in St. Ingbert hat Mühe ihre zu halten. Nicht die Schäfchen, ihre Mitglieder. Weil das so ist, will sich die Großpfarrei Heiliger Ingobertus von einigen trennen. Nicht von den Mitgliedern, ihren Gebäuden.

Während dieser langjährige Bund von Kirche und manch Gebäude endet, ist einer – natürlich – beim Standesamt geschlossen worden. Ein Dreierbund. St. Ingbert, Kirkel und nun auch Bexbach sind drei und doch eins. Alle drei Gemeinden gehören ab Januar 2022 dem gleichen Standesamtsbezirk an. Mit Bexbach im Boot können die Wellen dann anrollen. Nicht die Corona-Wellen, die der Ehelichenden. Aber auch in der Ehe hilft: Gesunde Ernährung, frische Luft – und ein nicht zu kühles Schlafzimmer. Ein Dreierbund.