Klinik setzt auf Handchirurgie

Das St. Ingberter Kreiskrankenhaus hat mit Dr. Heike Jakob eine neue Oberärztin. Die 41-Jährige ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Schwerpunkt Handchirurgie. Mit der Handchirurgie will das Krankenhaus eine neue Sektion etablieren.

Es ist die Hand, die es ihr angetan hat. Keine im Speziellen, sondern die Hand des Menschen im Allgemeinen. Dr. Heike Jakob, die seit kurzem das Ärzte-Team des St. Ingberter Kreiskrankenhaus verstärkt, liebt die Chirurgie an den feinen Strukturen. Tatsächlich kann man sich die kleine zierliche Frau auch nicht an großen Knochen mit derbem Werkzeug vorstellen. "Bei der Hand geht es sehr schnell ins Spezielle", sagt die 41-Jährige. Nicht alles lasse sich operativ lösen, mit dem Patienten müsse man gemeinsam einen Weg gehen. Für die Mikrochirurgie habe sie schon früh eine Leidenschaft entwickelt: "Das exakte Arbeiten hat mich angesprochen. Man hat oft nur eine Chance, das hat mich immer gereizt."

Dr. Matthias Schelden, Ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses, sieht einen deutlichen Zugewinn für die St. Ingberter Klinik: "Wir haben Glück gehabt, dass sich Frau Jakob bei uns beworben hat." Ein Krankenhaus müsse heute sowohl das breite Spektrum als auch die Spezialisierung bieten, gerade kleinere Häuser müssten in ihrem Portfolio Kapazitäten haben, um Reputation zu bekommen. Mit Heike Jakob sei die Chirurgie breiter aufgestellt, die Handchirurgie soll ein neuer Schwerpunkt werden.

Seit Januar ist die Chirurgische Klinik in zwei Bereiche aufgeteilt. Die Fachabteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie hat 20 Betten, die Orthopädie und Unfallchirurgie 35 Betten. Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie ist Jakob seit 2011. Für die Hand hat sie danach noch drei Jahre eine gesonderte Ausbildung gemacht.

Die gebürtige Saarländerin, in Dirmingen aufgewachsen, war zuletzt Oberärztin in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Studiert hatte sie nach dem Abitur in St. Wendel in Homburg. Von dort ging sie zunächst nach Frankfurt, arbeitete später aber auch unter anderem im St. Josef-Krankenhaus in Neunkirchen.

Die Handchirurgie sieht Dr. Jakob an einem kleineren Haus wie dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert gut aufgehoben: "Diese Chirurgie bedeutet ein intensives Kümmern um den Patienten. Das ist an einem großen Haus technisch nicht in der Form möglich."