Kita Herz Mariae in St. Ingbert hat jetzt eine Fotovoltaik-Anlage

Herz Mariae : Auf Herz Mariae soll die Sonne scheinen

Pfarrgemeinde investiert in Zukunft ihrer Kinder und lässt Kita von einer gespendeten Fotovoltaik-Anlage versorgen.

Seit einigen Jahren sieht man sie immer häufiger auf den Dächern: Fotovoltaik-Anlagen. Strom, der aus dem Sonnenlicht generiert wird. Viele private Nutzer speisen damit nicht nur ihren eigenen Bedarf, sondern führen das, was sie nicht selbst verbrauchen, ans Netz ab und generieren dadurch sogar einen Gewinn. Eine umweltfreundliche und rentable Anschaffung also.

Auch die Kita Herz Mariae besitzt seit kurzem eine solche Anlage. Sie nimmt etwa 15 Prozent des Daches ein, ist 50 Quadratmeter groß und besteht aus 34 Modulen. Insgesamt 9500 Kilowattstunden im Jahr werden dadurch erzeugt. 7000 davon nutzt die Einrichtung selbst, der Rest geht ans Netz und wird entsprechend vergütet. Auch dieses Geld kommt der Kita wieder zugute. Eine vorausschauende und wegweisende Anschaffung, die sich nun über Jahre lohnen wird. „Mit dieser Fotovoltaik-Anlage haben wir in die Zukunft der Kinder unserer Kita investiert“, sagte Norbert Jung, Vertreter der Kirchenstiftung Herz Mariae.

Möglich war sie dank eines Spenders. Die Idee stammt von Pfarrer Werner Ripplinger. Ihm liegt das Thema Klimaschutz sehr am Herzen. Er selbst hat eine solche Anlage auf dem Dach, hat sie sogar schon auf Kirchendächern durchgesetzt und fährt ein E-Auto. „Die Kirche muss Vorbild sein für ökologische Maßnahmen“, findet er. Mit der Idee kam er auf die Kita zu. Bis es endlich so weit war, musste natürlich erst eine Genehmigung eingeholt werden, ein Planer wurde eingeschaltet, die Idee ging an den Verwaltungsrat der Pfarrei Heiliger Ingobertus und die Diözese Speyer. Kurt Schwan führte die Vorbereitungen durch. Die Errichtung der Anlage übernahm eine Firma. Fachleute entschieden, welche Anlagenvariante sich genau eignet und welche Möglichkeiten vor Ort umsetzbar sind. Inzwischen ist sie installiert und in Betrieb genommen.

„Der Energiesektor befindet sich im Umbruch“, sagte Jung. „Insbesondere das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels und die Diskussion um erneuerbare Energien haben den Druck auf die Entwicklung von Alternativen zur klassischen Energieversorgung erhöht.“ Besonders bedankte er sich noch einmal für die Spende.

Kurt Schwan, Werner Ripplinger und Norbert Jung (von links) präsentieren die neue Photovoltaikanlage der Kita Herz Mariae. Foto: Selina Summer

Für Werner Ripplinger steht Engagement außer Frage. Ihm war es auch besonders wichtig, dass das mit der Anlage erwirtschaftete Geld ebenfalls an die Kita geht. Außerdem möchte er zeigen, wie lohnenswert die Anschaffung dieser alternativen Energiequelle ist.

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