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Kinowerkstatt am Wochenende für zwei Tage unter freiem Himmel

Kinowerkstatt am Wochenende für zwei Tage unter freiem Himmel

„Die fantastische Welt von Oz“ gibt's heute Abend in Rohrbach unter freiem Himmel. Morgen kommt ein pöbelnder Henry Hübchen als Idealbesetzung in „Da geht noch was“ auf die Freiluft-Leinwand in St. Ingbert an der Christuskirche.

An diesem Wochenende verlässt die Kinowerkstatt ihre Räume in der Pfarrgasse 49 an zwei Tagen, um dem schönen Wetter mit Freiluftkino Rechnung zu tragen. Am heutigen Freitag um 21.30 Uhr zeigt die Kinowerkstatt an der Christuskirche in Rohrbach , Blücherstraße 29, den Film "Die fantastische Welt von Oz". "Spider-Man"- Regisseur Sam Raimi malt die Vorgeschichte des Märchenklassikers aus, und das in den schönsten Farben und tollsten Effekten. Am Ende des Judy-Garland-Klassikers von 1939 schwebt der Zauberer von Oz, der sich gerade als Jahrmarktsscharlatan entpuppt hat, im Heißluftballon davon und ruft: "Ich kann nicht zurückkommen, ich weiß nicht, wie das geht!" Hollywood weiß es natürlich. Sam Raimi erzählt in seinem knallbunten Fantasymärchen aber nicht von der Rückkehr des Zauberers, sondern wie er überhaupt erst in das Land kommt, das genauso heißt wie er: Oz. James Franco spielt diesen Oz, eigentlich Oscar Diggs, der zwar gern Harry Houdini und Thomas Alva Edison in einem wäre, sich aber mehr schlecht als recht mit der Hilfe seines Assistenten (Zach Braff) und allerlei faulem Zauber auf Jahrmärkten in Kansas über Wasser hält.

Bei den Frauen kommt er allerdings gut an, weshalb ihm auch eines Tages ein wütender Ehemann an den Kragen will. Oz flieht, landet erst in einem Heißluftballon und dann in einem Wirbelsturm, der ihn, wie einst Judy Garlands Dorothy, nach Oz trägt. Ab hier wird's bunt: Oz trifft auf Theodora (Mila Kunis ), die ihn über den gelben Steinweg mit zur Smaragdstadt nimmt. Doch die Hexe hat Böses im Sinn, wie auch ihre Schwester Evanora (perfekt: Rachel Weisz). Erst Glinda (Michelle Williams) erzählt ihm, was die Schwestern im Schilde führen.

Am Samstag wird um 22 Uhr an der Christuskirche St. Ingbert, Wolfshohlstraße 28, die Familienkomödie "Da geht noch was" mit Henry Hübchen und Florian David Fitz gezeigt. Der junge Familienvater Conrad (Florian David Fitz ) fällt aus allen Wolken, als seine Mutter ihm mitteilt, dass sie sich nach 40 Ehejahren von ihrem Mann getrennt hat. Conrad ist zwar schon auf dem Weg in den Urlaub, sieht sich aber zu einem Abstecher bei Vater Carl (Henry Hübchen) gezwungen. Der frühere Gewerkschaftsfunktionär ist ein mürrischer, selbstgerechter Griesgram. Seit seine Frau ausgezogen ist, führt er zwischen leeren Bierdosen und Pizzaschachteln ein grummeliges Couch-Potato-Dasein. Dummerweise verschuldet Enkel Jonas einen Unfall von Opa, was zu einer Serie von Verwicklungen führt, an deren Ende unangenehme Einsichten, aber auch ein hoffnungsvoller Neuanfang stehen. Die sympathische Alltagskomödie lebt von originellen Detailbeobachtungen menschlicher und (insbesondere) männlicher Schwächen, die Regieneuling Holger Haase liebevoll skizziert. Vor allem Henry Hübchen ist als pöbelnder Kauz ideal besetzt und spielt wahrscheinlich nur sich selbst.

Ferner schöner Schein

Wieder zurück in den Räumen der Kinowerkstatt in der Pfarrgasse 49, läuft am Sonntag um 18 Uhr weiterhin "Ferner schöner Schein" von Anka und Wilhelm Sasna. Der Spielfilm erzählt von der Liebesgeschichte zwischen einem Schrottsammler und einer jungen Frau im ländlichen, armen Polen.

Das mühevolle Leben und der Alltag des Paares und aller anderen Dorfbewohner ist in eine erdrückend geheimnisvolle Atmosphäre gehüllt. Eines Tages verschwindet der Schrottsammler ohne jede Spur, was unerwartete Ereignisse nach sich zieht.

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