Themen
  1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Katzenfreunde in Oberwürzbach hoffen auf Spenden

Katzenhaus in Oberwürzbach

Auch Miezen freuen sich über Geschenke

Beatrice Speicher-Spengler mit einigen der Bewohner des Katzenhauses in der Farrenbergstraße 1 in Oberwürzbach. Die Tiere warten dort auf Adoption. FOTO: Cornelia Jung

Oberwürzbach Der Verein der Katzenfreunde betreibt in Oberwürzbach das Katzenhaus. Dort warten derzeit 52 Fellnasen auf Adoption. Deshalb sind dort, nicht nur in der Weihnachtszeit, Spenden sehr willkommen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch im Katzenhaus in der Farrenbergstraße 1 in Oberwürzbach deutlich zu spüren. Mit derzeit 52 Katzen vom Baby- bis ins Erwachsenenalter ist das Haus des Vereins der Katzenfreunde in Oberwürzbach zur Zeit bis unters Dach belegt. Trotz besonderer Umstände in diesem Jahr wollen die Vierbeiner gut versorgt sein, weshalb es die Vereinsmitglieder besonders schmerzt, dass in diesem Jahr viele Einnahmequellen, die sonst Erlöse für die Versorgung der Samtpfoten generieren, wegfallen. „Es gibt keinen Hallenflohmarkt, kein Sommerfest, keine Teilnahme am Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt und auch keinen der jährlichen Adventsmärkte hier an unserem Katzenhaus“, berichtet Beatrice Speicher-Spengler über die aktuelle Situation.

Einen kleinen Lichtblick, für den die Katzenfreunde selbst sorgen, gibt es in der Adventszeit am Katzendomizil. In einem kleinen Adventshäuschen, das sonst als Gartenhäuschen dient und auch als Unterkunft für Katzen, wird jeden Samstag im Advent von 11 bis 15 Uhr alles „rund um die Katze“ angeboten. Extra dafür wurden die Katzen umquartiert und das Hüttchen in einen Weihnachtsstand verwandelt. Doch es wäre zu eng gegriffen, wenn die Angebotsbeschreibung nur auf die Katzen abzielen würde, auch wenn diese die Hauptrolle in der Farrenbergstraße 1 im St. Ingberter Stadtteil Oberwürzbach spielen. Vieles eignet sich vor allem für die menschlichen „Dosenöffner“. Gisela Hanis, die die Idee für den Stand auf dem Grundstück des vereinseigenen Katzenhauses hatte und selbst als Verkäuferin fungiert, zählt auf: „Geschenkartikel, Schals, Bücher wie Krimis aber auch Katzenliteratur, Adventsgestecke und andere adventliche Basteleien.“ Natürlich stehen thematisch die Katzen im Vordergrund, und sie sind auch die Adressaten des Erlöses. Samstags kann man einfach ohne Anmeldung vorbeischauen und sicher sein, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden. Immer nur ein Haushalt darf sich im kleinen Verkaufsraum aufhalten. Auch unter der Woche ist ein Besuch möglich, dann allerdings sollte man sich anmelden unter Tel. (06894) 88 80 93.

In den vergangenen Wochen haben Vereinsmitglieder, Katzenfreunde, aber auch einige zufällige Besucher das Angebot genutzt. „Das Experiment“, wie es Hanis nennt, ist für beide Seiten, Besucher und Anbieter, ein Gewinn und die Reaktion der Katzenfreunde auf die derzeitigen „verrückten Zeiten“. Noch kann man sich dort mit kleinen Weihnachtsgeschenken eindecken oder mit dem Erwerb einer Kleinigkeit einen Katzenliebhaber überraschen.

Eines der größten Weihnachtsgeschenke, auf das die Vereinsmitglieder lange hingearbeitet haben, wird es allerdings nach jetziger Lesart und Gesetzesvorlage im kommenden Jahr geben. Dann kommt die Katzen-Kastrationspflicht und damit ein Mittel, das Leid vor allem für Straßenkatzen zu minimieren, die sich dann, wenn möglich, nicht mehr unkontrolliert vermehren sollen.

Und wer etwas für die derzeitigen tierischen Bewohner des Katzenhauses tun möchte, kann gern Futterspenden, Gutscheine oder finanzielle Zuwendungen an den Verein leisten. Besonders begehrt ist „Nassfutter Paté“ von verschiedenen Firmen, denn das vertragen die kleinen Samtpfoten und ihre manchmal empfindlichen Mägen offenbar am besten.