Katholische Frauen knüpfen ein Netz von Kontakten

Katholische Frauen knüpfen ein Netz von Kontakten

Die Ministerpräsidentin war am Freitag sicherlich die prominenteste Besucherin bei der Info-Aktion der Katholischen Frauengemeinschaft vor der Alten Kirche. Die Werbung um neue Mitglieder war ansonsten ein Erfolg.

Ein Kleinbus, ein aufgespanntes rotes Netz, netzbezogene Liegestühle sowie viele Frauen mit roten Schals zogen am Freitag vor der Engelbertskirche die Blicke auf sich. Das Mobil der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), größter deutscher Frauenverband mit einer halben Million Mitgliedern, machte im Rahmen der Aktion "Häng dich rein ins Netz, das Frauen trägt" in St. Ingbert Station.

Pfarrgruppen aus der Mittelstadt und umliegenden Orten beteiligten sich an der Veranstaltung. "Unser Ziel ist es, neue Mitstreiter zu gewinnen und die kfd noch bekannter zu machen", sagte kfd-Diözesanleiterin Gabriele Heinz, "es waren schon viele interessierte Frauen da, die Info-Material mitgenommen haben." Dass es erfolgversprechend ist, auf die Menschen zuzugehen und das persönliche Gespräch zu suchen, zeigt die Tatsache, dass seit Beginn der Kampagne 2016 bereits 10 000 neue Mitglieder geworben wurden. Die Akteure freuten sich über den Besuch von Annegret Kramp-Karrenbauer , die im Dialog Fragen zur Rolle der Frau beantwortete.

Dass die Frauen die Säulen Familien-, Erwerbs-, Pflege- und Sorgearbeit leisteten, müsse sich auch in der Rente niederschlagen, so Heinz, die die Ministerpräsidentin des Saarlandes diesbezüglich zu deren Meinung und Plänen der Landesregierung befragte. Die Frauen seien vielfältigen Belastungen ausgesetzt, weshalb es gelte, Bedingungen zu schaffen, die Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit ermöglichen, sagte Kramp-Karrenbauer. Auch sie sei als Rabenmutter bezeichnet worden. Es müsse aufhören, dass man Frauen vorschreibe, wie sie zu leben hätten. "Wir müssen schauen, dass das Rentensystem stabil bleibt, ohne die nachfolgenden Generationen zu sehr zu belasten", sagte sie.

Sie hob die Arbeit der Ehrenamtler der kfd hervor, die mit Herzblut dafür sorgten, dass Frauen- und Familienthemen auf der Tagesordnung blieben. "Auch deshalb suchen wir Frauen , die gute Ideen unterstützen", warb die kfd-Diözesanleiterin um engagierte Frauen . Der Aufruf kam an und so wurden am Freitag in St. Ingbert elf neue Mitglieder begrüßt, darunter auch die Ministerpräsidentin. "Das war eine tolle Aktion mit vielen interessierten Menschen in St. Ingbert ", resümierte Gabriele Heinz nach der ganztägigen Aktion in der Fußgängerzone.

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