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Kaputte Spielgeräte auf Spielplatz in Oberwürzbach sorgen im Ortsrat für Ärger

Oberwürzbach : Kaputte und unfertige Spielgeräte sorgen im Ortsrat für Ärger

Eltern sind in Oberwürzbach verärgert. Die Netzschaukel und der Kletterdschungel auf dem Spielplatz in der Ortsmitte sind seit Monaten gesperrt.

Unter den Oberwürzbacher Eltern gibt es Unmut darüber, dass in der Dorfmitte am Bach zwar ein toller Spielplatz vorhanden ist, dessen Geräte aber derzeit teilweise nicht benutzbar sind. Dass die Seilbahn unterhalb des gerade im Enstehen begriffenen Dorfgemeinschaftshauses erst nach dessen Fertigstellung wieder freigegeben wird, verstehen die Ortsratsmitglieder. Nicht aber, warum das lange angekündigte Klettergerüst, das schon vor den Sommerferien aufgebaut wurde, immer noch umzäunt und somit nicht nutzbar ist.

„Da ist ein Spielplatz, der auch in der Presse gerühmt wurde, aber gerade in den Sommerferien konnten ihn die Kinder nicht vollumfänglich nutzen“, sagte Patrick Schmitt, „schließlich ist es nicht jedem Kind vergönnt, in den Ferien wegzufahren.“ Der CDU-Fraktionssprecher schätzt ein, dass aktuell nur 70 Prozent aller Spielgeräte in bespielbarem Zustand sind: „Das ist doch niemand vermittelbar, warum das so lange dauert.“ Christian Lambert, der im Rathaus für Stadtentwicklung und Umwelt verantwortlich ist, versteht den Ärger, kennt aber auch die Gründe, die er auf der jüngsten Ortsratsitzung mitteilte.

Bei der Nestschaukel müssten die Seitenbalken ausgetauscht werden, beim neuen Kletter-Dschungel sei ein Teil falsch geliefert worden, auf dessen Nachlieferung man immer noch warte. Dort fehlt auch noch der Fallschutz. „Da wir das in Eigenleistung machen und auch noch andere Arbeiten zu erledigen sind, kann in jeder Woche im Stadtgebiet nur ein Spielgerät mit Fallschutz ausgestattet werden“, berichtet Lambert über die Arbeit seiner Abteilung.

Schmitt wollte sich mit der Erklärug nicht zufrieden geben, denn allein die defekten Seitenbalken hätten die Nestschaukel fünf Monate „lahmgelegt“. „Über Monate fallen so die Hauptattraktionen aus“, klagte der Oberwürzbacher im Namen der Kinder, wie er sagte. Lambert warb um Verständnis für die Situation des Bauhofs. Es gebe im Stadtgebiet über 50 Spielplätze, die man im Auge behalten und bei denen man gegebenenfalls Hand anlegen müsse – da sei der Oberwürzbacher eben nur einer davon. Und dass Mittel und Personal knapp seien, mache die Sache nicht besser.

Doch Lambert lässt nicht mit sich handeln. Einmal jährlich gebe es eine genaue Überprüfung aller Spielplätze. Sei ein Spielgerät kaputt oder habe Mängel, die zu Lasten der Sicherheit gingen, kenne er kein Pardon und das Gerät werde außer Betrieb gestellt. „Wenn ein Spielgerät gesperrt ist, heißt das ja auch, dass wir kontrollieren und uns kümmern“, so Lambert.