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Kappensitzung des Karnevalclubs Hassel

Fastnacht : Mit Micky Maus und Cheerleadern

Die Sitzung des Karnevalclub Hassel bot den Narren in der Eisenberghalle zahlreiche Höhepunkte.

Die Hasseler Narren sind immer für einer Überraschung gut. So ist es bei der Kappensitzung des KCH schon Tradition, dass aus einem anfänglich weiblich dominierten in der Halbzeit ein männlicher Elferrat wird. Nur Präsident Rudolf Anstadt ist als elfter Mann immer mit an Bord des Narrenschiffes. Nachdem der Verein in der vergangenen Session auch wieder ein Prinzenpaar installierte, waren es in diesem Jahr mit Leonie und Marie zwei Mädels, die die Hasseler Fastnachter repräsentieren. Mit der Vorstellung dieses Prinzessinnenpaares, dem Auftritt der Minigarde und dem „dreistündigen Kurzprogramm“ von Fidelius nahm die Sitzung Fahrt auf. „Es Jolanda“, die sich ja nach dem Rückzug ihres Büttenpartners Jääb mit Herrn Hühnerfeld getröstet hatte, kam solo. Inmitten des Publikums machte sie ihre Beziehungswitze, suchte einen anhänglichen Mann mit „Wichtigkeit“ im Ort und verließ die Bühne nicht, ohne sich mit vielen Küssen beim, natürlich männlichen Überbringer des Ordens zu bedanken. Sina erzählte in der Bütt, wie sie den Eltern ihren Auszug beibrachte und mit dem Mini versuchte, Möbel für die neue Wohnung zu transportieren. Das kam beim närrischen Publikum gut an, und der Elferratschef hofft, diese letzte verbliebene Büttenrednerin des KCH auch für die nächste Session verpflichten zu können. Die Garden wurden ebenfalls mit mächtig Applaus bedacht, doch die Minigarde schoss den Vogel mit ihrer Tanzgeschichte „Micky Maus Wunderhaus“ ab. Es war nicht nur der Tanz, der begeisterte, sondern vor allem der kleine Mats als „Hahn im Korb“, der den etwas älteren Tänzerinnen fast die Schau stahl. Er verkörperte Micky unter vielen kleinen Minni-Mäusen - ein Anblick, der die erste Rakete des Abends starten ließ. Ein Highlight der Sitzung war der Auftritt von Jens Wagner. Hatte es bis dahin in der Eisenberghalle-Halle schon gebrodelt, kochte sie bei de Performance des Schlagersängers förmlich über. Der „Mann für Amore“, aber „....nicht für eine Nacht“, der selbst nicht stillhalten konnte, sorgte für Bewegung im Publikum, das nicht nur tanzte sondern lautstark mitsang. Sitzungspräsident Anstadt wunderte sich, dass „die Kids die alten Schlager kennen und alles mitsingen können“. Schon diese erste Halbzeit bezeichnete er als „einfach sensationell“ und genau so ging es weiter.

„Brüller“ „Hämmer“, „unfassbar gut“ - mit all diesen Begriffen wurden Schorsch Seitz, ein ehemaliger Hasseler Bub, und die Schautänze der vereinseigenen Garden und Tanzmariechen geadelt. Die „Kuckucke und Esel“ des vereinigten Männerballetts aus Hassel und Oberwürzbach ließen gleich mehrere Batmen tanzen, drei Tanzmariechen zeigten akrobatisches Können, die Jugendgarde brachte „Alice im Wunderland“ auf die Bühne, und die Probanden der Aktivengarde starteten mit ihrem Professsor zu einer Zeitreise ins Land der Indianer. „Magic x-treme Sport“, die Cheerleaders-Akrobatengruppe aus Saarbrücken, in der auch zwei Hasseler Gardemädels aktiv sind, baute Pyramiden bis unter die Hallendecke. „Das war ganz großes Kino“, sagte Anstadt zu diesem Auftritt, obwohl die Akteure versicherten, sie hätten nicht Vollgas geben können, weil sie sonst an die Hallendecke gestoßen wären. Gut, dass die „Cheerleader“ der Juniorengarde bei ihrem Showtanz auf dem Boden blieben. Sie wurden ebenso gefeiert wie ihre wirbelnden „Kolleginnen“. Und während das Publikum eine Rakete nach der anderen in den Saal jagte, fand der gemalte Hasseler Kuckuck auf dem Bühnenbild das alles einfach nur zum Schießen.