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Kameras auf Rohrbacher Straßen dienten einer Verkehrszählung

Kameras auf Rohrbacher Straßen dienten einer Verkehrszählung

Rohrbach. Verunsichert bis verständnislos war die Reaktion vieler Bürger auf Kameras, die in Rohrbach an zahlreichen Laternenmasten befestigt waren. Am Donnerstag erfuhr die Pressestelle im Rathaus von den Kameras. Ihre Recherchen ergaben: Bei den Aufzeichnungsgeräten handelte es sich um Geräte, die vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) installiert worden waren

Rohrbach. Verunsichert bis verständnislos war die Reaktion vieler Bürger auf Kameras, die in Rohrbach an zahlreichen Laternenmasten befestigt waren. Am Donnerstag erfuhr die Pressestelle im Rathaus von den Kameras. Ihre Recherchen ergaben: Bei den Aufzeichnungsgeräten handelte es sich um Geräte, die vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) installiert worden waren. Sie dienten einer Verkehrszählung. 24 Stunden lang wurde die Verkehrssituation rund um die Rohrbacher Kreuzungen aufgenommen. Damit soll ermittelt werden, wie viele Autos die Kreuzungen passieren und wie weit es zu Rückstaus kommt.Früher wurden derartige Zählungen per Strichliste gemacht, allerdings mit hohen Kosten für Zähler, insbesondere dann, wenn rund um die Uhr gezählt werden sollte. Der Einsatz von Kameras sei erheblich kostengünstiger und derzeit übliches Verfahren bei derartigen Zählungen, so ein Sprecher des Landesbetriebs. Nach Aussage des Landesbetriebs für das Straßenwesen werden die Aufnahmen in einer niedrigen Auflösung gemacht. So sei ausgeschlossen, dass Autokennzeichen lesbar seien. Das Verfahren sei mit den Datenschutzbehörden abgestimmt. Für die Zukunft wurde laut Stadt vereinbart, dass ähnliche Zählungen vor der Installation der Kameras bekannt gemacht werden.

Zu den installierten Kameras meldet sich auch Rohrbach Ortsvorsteher Martin Wirtz (Familien-Partei) zu Wort. Auch bei ihm haben sich demnach viele Bürger gemeldet und nachgefragt, was die Kameras im öffentlichen Straßenraum zu suchen hätten. Zu den Ausführungen der Stadt-Pressestelle fügt Wirtz hinzu, die Bänder würden nach der Auswertung umgehend vernichtet. Die Zählung sei nicht vorher bekannt gegeben worden, weil Vorabveröffentlichungen Messergebnisse verfälschen könnten. red