Junge Helfer in der Not

St. Ingbert. Die Erweiterte Realschule Schmelzerwaldschule in St. Ingbert hat ihre Kompetenz in den Bereichen soziales Lernen und Konfliktbewältigung deutlich erweitert. Die Schule verfügt seit vielen Jahren über Lehrkräfte, die in Mediation, Wiedergutmachung und Mobbing-Intervention ausgebildet sind, schon lange werden regelmäßig Schüler und Schülerinnen zu Streitschlichtern ausgebildet

St. Ingbert. Die Erweiterte Realschule Schmelzerwaldschule in St. Ingbert hat ihre Kompetenz in den Bereichen soziales Lernen und Konfliktbewältigung deutlich erweitert. Die Schule verfügt seit vielen Jahren über Lehrkräfte, die in Mediation, Wiedergutmachung und Mobbing-Intervention ausgebildet sind, schon lange werden regelmäßig Schüler und Schülerinnen zu Streitschlichtern ausgebildet. Nun gibt es an der Schule auch eine Gruppe von sogenannten Vertrauensschülern.Die Diplompädagogin Anne Feichtner besuchte an drei Tagen die Schmelzerwaldschule, um einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 5. bis 9. Klassen im Rahmen der Ausbildung zum Vertrauensschüler vielfältige Gesprächs- und Verhaltenskompetenzen zu vermitteln. Diese befähigen die Jugendlichen, in schwierigen Situationen helfend einzugreifen. Sie lernten auf ihre Mitschüler zu achten, genau hinzuschauen, wenn es Probleme gibt, ihnen aufmerksam und aktiv zuzuhören und verschwiegen zu sein. Begleitet werden sie in Zukunft während ihrer Tätigkeit von den Lehrkräften Rosemarie Sier und Ursula Wörner sowie von der Schoolworkerin Geraldine Hoffmann, bei denen sie sich gegebenenfalls auch Unterstützung einholen können.

Vorgesehen ist, dass an der Schmelzerwaldschule in Zukunft regelmäßige Ausbildungen von Vertrauensschülern stattfinden werden. "Die Veranstaltung schließt eine letzte Lücke im sozialen Netzwerk der Schmelzerwaldschule", ist sich Ursula Wörner sicher. Neben den Mediatoren gebe es nun eine Gruppe von Schülern, die das besondere Vertrauen einer Klasse genieße. Deren Wirken fördere das soziale Lernen auf breiter Basis und stelle so eine wichtige Ergänzung und Abrundung der schon praktizierten Präventionsmaßnahmen zur Verbesserung des Schul- und Lernklimas dar.

"Das Konzept geht von dem Gedanken aus, dass sich Schüler oft lieber Gleichaltrigen anvertrauen als Erwachsenen", so die verantwortliche Lehrerin Rosi Sier. red