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Junge Fahrradfahrer küren ihre Meister in der Verkehrsschule

Junge Fahrradfahrer küren ihre Meister in der Verkehrsschule

In den Jugendverkehrsschulen Bexbach und Rohrbach wurde in den vergangenen Tagen die Bezirksmeisterschaft im Radfahren ausgetragen. Drei Jungs und ein Mädchen der vierten Klasse werden bei der Landesmeisterschaft in Bexbach um den Sieg kämpfen.

. Am vergangenen Mittwoch gab es in der Rohrbacher Straße In den Königswiesen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Dort trugen in der Jugendverkehrsschule die 31 besten radfahrenden Viertklässler aus St. Ingbert und dem Mandelbachtal ihren Fahrradwettbewerb aus, dessen zwei Erstplatzierte sich für die Landesmeisterschaften in Bexbach qualifizierten.

Was für die vielen Eltern, Großeltern und Lehrer, die zuschauten, so klar schien, war doch ganz schön viel für die Grundschüler. Es könnte alles so einfach sein, wären da nicht die vielen Regeln und Schilder. Stoppschilder, Rechtsabbiegepfeil, Rücksicht nehmen auf Fußgänger und die (an diesem Tag nicht vorhandenen) Autos im Blick behalten, all das waren komplexe Abläufe, die es von den Radlern fehlerfrei zu meistern galt. Die Polizisten, die Polizeioberkommissar Rainer Roth bei der "Prüfung" unterstützten, legten großes Augenmerk darauf, dass die Kinder beim Verlassen des Radweges über ihre Schulter nach hinten schauten. Dieser Blick, von Roth als "Schlafmützenkontrollblick" bezeichnet, beugt schweren Unfällen vor und ist deshalb "überlebensnotwendig" für Radfahrer. "Wer Regenwürmer suchte", wie der Verkehrspolizist scherzhaft per Mikrofon über den Parcours schickte, könne schon mal vergessen, dass es eine Rechts-vor-Links-Regel gibt. Passieren sollte das allerdings nicht. Denn das kostete Punkte, genau wie das Überfahren eines Stopp-Schildes.

Am Ende des Wettbewerbs, der aus Übungsrunden, einem vorgegebenen Prüfungs-Rundkurs und einer frei wählbaren Strecke bestand, gab es mit Bennet Würtz einen Sieger, gefolgt von Simon Ohl und den zwei Drittplatzierten Laura Elze und Gunnar Spohr. Der Letzgenannte besucht die Südschule, während die drei anderen allesamt aus einer Klasse der Albert-Weisgerber-Schule kommen. Klassenlehrerin Susanne Biermeier war auf die Leistung ihrer Schützlinge mindestens genau so stolz wie diese auf sich selbst.

"Ehre, wem Ehre gebührt", gratulierte auch Oberbürgermeister Hans Wagner. Er war begeistert. Applaus bekamen nicht nur alle Radfahrer, die sich tapfer schlugen, sondern auch Rainer Roth, "der ein Garant dafür ist, dass die Kinder richtig unterrichtet werden", wie Wagner dessen Arbeit lobte. Das Stadtoberhaupt wünschte den Teilnehmern, dass sie das Gelernte im Verkehr umsetzen können. Winfried Mörs von der Sparkasse, die die Preise zur Verfügung stellte, wünschte allen Schülern "immer eine unfallfreie Fahrt" und Polizist Klaus Müller wies die Kinder und vor allem deren Eltern darauf hin, wie wichtig es als Fahrradfahrer im Straßenverkehr ist, immer einen Helm aufzusetzen. "Da könnt ihr ruhig mal meckern, wenn die Großen ohne Helm unterwegs sind", hält Roth die Nachwuchsfahrer zur Aufmerksamkeit an. Von allen Seiten gab es nicht nur Lob für die Organisation der Veranstaltung, sondern auch dafür, dass es die Jugendverkehrsschule überhaupt gibt.

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HintergrundBereits in der vergangenen Woche zählten Mädchen und Jungen aus den Grundschulen Reinheim, Medelsheim, Niederwürzbach und Aßweiler zu den 39 Schülerinnen und Schülern, die ihre Bezirksmeisterschaft im Fahrradfahren auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule in Bexbach austrugen. Mit ihrem Erfolg bei dieser Bezirksmeisterschaft haben sich Xenia Lawinger (Grundschule Reinheim) und Tom Krieger (Grundschule Frankenholz) für die Landesmeisterschaften am Mittwoch, 23. Juli, qualifiziert. Sie finden in Bexbach statt. Als beste Klasse bei dem Wettbewerb in Bexbach wurde die 4b der Grundschule Kirkel von Verkehrssicherheitsberater Uwe Grub mit einem Pokal ausgezeichnet. red