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Jede Gruppe muss sich als Team beweisen

Jede Gruppe muss sich als Team beweisen

Limbach. Gruppenführer Frederic Breit von der Jugendfeuerwehr Homburg-Mitte gibt mit knappen Worten Anweisungen an sein Team. Es geht darum, wie aus dem Lehrbuch, einen Löschangriff mit drei Angriffstrupps durchzuführen

Limbach. Gruppenführer Frederic Breit von der Jugendfeuerwehr Homburg-Mitte gibt mit knappen Worten Anweisungen an sein Team. Es geht darum, wie aus dem Lehrbuch, einen Löschangriff mit drei Angriffstrupps durchzuführen. Und es geht an diesem Samstagmorgen auf dem großen Parkplatz zwischen der Erweiterten Realschule und der Grundschule in Limbach um noch viel mehr: Breit und seine Gruppe wollen sich die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr erarbeiten. Die Demonstration des Löschangriffs ist dabei nur eine von insgesamt fünf Übungen, die es zu bewältigen gilt. Und das unter den wachsamen Augen zahlreicher Prüfer. Neben der Homburger Gruppe um Frederic Breit, zusammengestellt aus den Löschbezirken Homburg-Mitte, Kirrberg und Einöd, sind es an diesem Tag noch Teams aus Kirkel, Bexbach, Blieskastel (zwei Gruppen), Mandelbachtal (drei Gruppen) und, als Gäste, Prüfungsteilnehmer aus Namborn und Saarbrücken. Insgesamt 90 Nachwuchsfeuerwehrleute wollen also mit viel Einsatz, Engagement und Teamgeist die Leistungsspange erlangen - als eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Übernahmen in die aktive Wehr ihres jeweiligen Löschbezirks.

Entlang der Limbacher Talstraße, auf dem angrenzenden Sportplatz, auf dem Parkplatz und in der Dorfhalle gilt es, sich als Team zu beweisen, praktische und theoretische Aufgaben zu lösen und so die Eignung unter Beweis zu stellen. Und gerade der Team-Gedanke ist für die Organisatoren der Leistungsspangen-Abnahme entscheidend. "Bei allen Prüfungen, vom Kugelstoßen bis zum Löschangriff, geht es um die Gruppenleistung", verdeutlicht Jens Motsch von der Feuerwehr Homburg-Mitte in seiner Funktion als Kreisjugendbeauftragter der Feuerwehren die Grundsätzlichkeiten der Prüfungen über die fachliche und körperliche Einzelbefähigung hinaus. Mit den gezeigten Leistungen, vor allem mit Blick auf die geforderte Teamfähigkeit, ist Uwe Wagner, Kreisbrandinspekteur, an diesem Morgen zufrieden. "Der Gruppengedanke ist verwurzelt und wird gelebt. Das ist ja auch ein Qualitätsmerkmal der Feuerwehr: Jeder bringt seine Stärken mit ein. Und so werden die Schwächen minimiert."

Dieser Übungs-Samstag bietet den Verantwortlichen auch einen guten Einblick in die Zukunft der aktiven Wehren im Kreis. Und das Urteil von Jens Motsch fällt durchweg positiv aus. Gerade bei den Jugendfeuerwehren könne man großes Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft wahrnehmen. Und auch Frank Gerlinger vom Löschbezirk Kirrberg, der zuständige Fachbereichsleiter Wettbewerbe, macht sich keine Sorgen um den Nachwuchs und damit um die Qualität und Einsatzfähigkeit der zukünftigen aktiven Wehren. "Gerade der schon mehrfach angesprochene Gruppengedanke wird heute hier sehr gut umgesetzt. Wenn man sich bei den einzelnen Stationen umschaut, dann merkt man schnell, dass hier homogene Teams unterwegs sind. Und das sehr diszipliniert und ohne viel Disput. Es läuft wirklich sehr rund." So rund, dass Dirk Sandmayer vom Löschbezirk Limbach, Jugendbeauftragter der Kirkeler Wehr, am Nachmittag vermelden kann: "Alle Gruppen haben bestanden!"

Auf einen Blick

Die Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr mit den Stationen Löschangriff, Staffellauf, Kugelstoßen, Schnelligkeitsprüfung und schriftlichem Test ist grundsätzliche Voraussetzung für die Übernahme in die aktive Wehr. Mit der Prüfung sollen persönliche Haltung, geschlossenes Auftreten, Schnelligkeit und Ausdauer, feuerwehrtechnisches Wissen und Können sowie körperliche Gewandtheit festgestellt werden. Am vergangenen Samstag konnten von angetretenen 90 Jugendfeuerwehrleuten von Wehren aus dem Saarpfalz-Kreis, Namborn und Saarbrücken alle erfolgreich die Prüfung ablegen. thw