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Japan als Theam für Oberstufe am Leibniz-Gymnasium

Unesco-Projektschule : Die Kultur des fernen Japan entdecken

Beim Vortrag des japanischen Generalkonsulats lernten Schüler des Leibniz-Gymnasiums Land und Leute besser kennen.

Wie viele Einwohner hat eigentlich Japan? Und welche Religionen gibt es dort? Wie isst man dort und welche Dinge gehören zur Etikette? Diese und viele weitere Dinge erklärten Yukiko Luginbühl und Tomoko Sekiguchi vom japanischen Generalkonsulat in Frankfurt den Schülern der Oberstufe des Leibniz-Gymnasiums. „Das Generalkonsulat hat bei uns angefragt“, erklärte Oberstudienrätin Margitte Roth-Reiplinger. „Wir haben uns über die Anfrage sehr gefreut. Interkulturelle Kommunikation gehört zu den Schwerpunkten unserer Unesco-Projektschule.“

Am Freitag versammelten sich also rund einhundert Schüler der elften und zwölften Klasse in der Turnhalle, um dem Vortrag zuzuhören. Im Raum Hessen, Reinland-Pfalz und Saarland findet das Projekt an mehreren Schulen statt. Gekoppelt ist es an einen Aufsatzwettbewerb, an dem die Schüler teilnehmen können. Über das Jahr werden die Einreichungen gesammelt und am Anfang jeden neuen Jahres ausgewertet. Der Gewinner reist in den Osterferien nach Japan. Die 15 Besten werden zu einem Essen ins Generalkonsulat eingeladen. Auch die Schüler des Leibniz-Gymnasiums haben die Chance, zu den Gewinnern zu zählen.

Ihren Vortrag begannen Luginbühl, deren Eltern aus der Schweiz und Japan stammen, und Sekiguchi, die seit Herbst in Deutschland arbeitet, mit einem Einblick in das Land, seine vielfältige Natur und die Menschen, die dort leben. Viele der Schüler wussten nicht, dass der Norden Japans zu den schneereichsten Gebieten der Welt gehört, während im Süden ein Klima wie auf den Malediven herrscht. Auch die Lebenseinstellung der Japaner unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht zu unserer. Die Jahreszeiten besitzen für sie große Wichtigkeit, genau wie das Streben nach einem festgelegten Lebensweg.

Besonders der Einblick in die Schulen und Universitäten zeigt: Wer in Japan etwas erreichen will, der muss sich anstrengen. Das gilt auch für die Hobbys. In der Landessprache enden alle Begriffe dafür mit einem „Do“, was so viel bedeutet wie „Der Weg“. Der Weg der Kalligraphie oder der Weg des Bogenschießens zum Beispiel.

Zum Schluss wurden die Schüler dann selbst gefordert: Beim Thema „Sitten und Bräuche“ mussten sie erst raten, dann selbst mitmachen. Etwa bei der Verbeugung zur Begrüßung oder der richtigen Art zu sitzen, wenn man zu Gast in ein Haus kommt.

An 34 Schulen fand das Projekt des Generalkonsulates 2018 statt. In diesem Jahr war mit dem Leibniz-Gymnasium auch eine St. Ingberter Schule dabei und vielleicht wird es in Zukunft zu weiteren Kooperationen kommen.