In St. Ingbert werden die Pfarrgremien gewählt

Kostenpflichtiger Inhalt: Im Bistum Speyer wird gewählt : St. Ingberter stimmen per Brief ab

Am kommenden Wochenende werden auch in den zwei katholischen Pfarreien der Mittelstadt die verschiedenen Pfarrgremien gewählt. In der Pfarrei Heiliger Ingobertus gibt es 88, in der Pfarrei Heiliger Martin 43 Kandidaten.

Am kommenden Samstag und Sonntag, 16. und 17. November, werden im Bistum Speyer die Mitglieder der Pfarreiräte, Verwaltungsräte und Gemeindeausschüsse für die kommenden vier Jahre gewählt. Rund 460 000 Wahlberechtigte sind in der Pfalz und im Saarpfalz-Kreis zur Wahl aufgerufen. In den 70 Pfarreien des Bistums sind insgesamt rund 3500 Plätze neu zu besetzen. „Viele engagierte Christen haben sich als Kandidaten aufstellen lassen. Sie zeigen damit ihre Bereitschaft, sich in den Pfarreien des Bistums mit Herz und Verstand einzubringen und das kirchliche Leben vor Ort aktiv mitzugestalten“, ruft Bischof Karl-Heinz Wiesemann zur Wahl auf.

Ob Pfarreirat, Verwaltungsrat oder Gemeindeausschüsse – jedes dieser Gremien hat unterschiedliche Ziele und Aufgaben. Der Pfarreirat und der Verwaltungsrat sind auf die Pfarrei als Ganzes bezogen. Der Pfarreirat trägt zusammen mit dem Pfarrer und den pastoralen Mitarbeitern Verantwortung für ein aktives kirchliches Leben. Ziel ist es, gemeinsam für ein ausgewogenes und attraktives Seelsorgeangebot in der Pfarrei zu sorgen und das Zusammenwachsen der Gemeinden zu fördern. Der Verwaltungsrat kümmert sich um die dafür notwendigen personellen, räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Er verwaltet das kirchliche Vermögen der Kirchengemeinde und der einzelnen Kirchenstiftungen. Er setzt sich zusammen aus dem Pfarrer und jeweils zwei gewählten Mitgliedern aus den Gemeinden. Aufgabe der Gemeindeausschüsse ist es, das kirchliche Leben vor Ort zu koordinieren. Dabei arbeitet er möglichst eng mit dem Pfarreirat und dessen Sachausschüssen zusammen. Außerdem gibt es noch einen Jugendausschuss, der die Bedürfnisse der Jugend in die Pfarrei einbringt. Er plant die Messdienerarbeit, bereitet Jugendgottesdienste vor, erarbeitet Angebote für Firmlinge und initiiert Jugendfahrten, Freizeiten und Ausflüge.

Wählen darf jeder volljährige Katholik. Den Pfarreirat und den Gemeindeausschuss darf man sogar bereits mit 16 Jahren wählen und dafür kandidieren. In einem Modellprojekt testet das Bistum Speyer in fünf Pfarreien ein Wahlverfahren ausschließlich per Briefwahl. Die Pfarrei „Heiliger Ingobertus“, St. Ingbert, ist eine davon. Bereits im Oktober wurde den Wahlberechtigten die Wahlunterlagen zugestellt. Die Wahllokale werden am Samstag (16. November) und Sonntag (17. November) geöffnet sein. Über die einzelnen Standorte und Öffnungszeiten informieren die Pfarreien in St. Ingbert, Rohrbach, Hassel und Oberwürzbach vor Ort, zum Beispiel auf ihren Internetseiten, aber auch in den aktuellen Pfarrbriefen oder über die öffentlichen Schaukästen. Über die Wahlergebnisse können sich die Gläubigen noch am Wahlsonntag (17. November) auf der Internetseite des Bistums informieren. Bei den Pfarrgremienwahlen im Jahr 2015 lag die Wahlbeteiligung bei 12,2 Prozent. Rund 40 Prozent der Wahlberechtigten hatten damals von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht.

In diesem Jahr haben sich in St. Ingbert insgesamt 88 Kandidaten, darunter viele Erfahrene, aber auch eine Reihe von neuen Ehrenamtlichen, bereit erklärt, für die unterschiedlichen Pfarrgremien zu kandidieren. Gut zwei Drittel davon sind Frauen. Die jüngsten Kandidatinnen sind 18 und 19 Jahre alt, aber auch eine Dame mit 80 Jahren will sich engagieren. In den Gemeinden in Rohrbach, Hassel und Oberwürzbach stehen insgesamt 43 Namen auf den Kandidatenlisten. Der Männer-Frauen-Anteil ist hier ausgewogen. Der Altersdurchschnitt liegt hier meist über 55 Jahre. Die Kandidaten werden im aktuellen Pfarrbrief vorgestellt. Ebenfalls findet man in den einzelnen Kirchen Plakate, auf denen die jeweiligen Kandidaten abgebildet sind. Diese sind in den kommenden vier Jahren in den Gemeinden aktiv. Der St. Ingberter Pfarrer Daniel Zamilski dankt allen Jugendlichen, Frauen und Männern, die bereit sind, der Kirche in St. Ingbert ein Gesicht und eine Stimme zu geben. „Sie übernehmen Verantwortung in unserer Pfarrei und wollen zusammen mit vielen anderen ein Segen für unsere Stadt sein – ganz nach dem Motto der diesjährigen Wahl: Zusammen wachsen. Weiter denken.“

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