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Großbrand im Drahtwerk: In der Nacht loderten die Flammen erneut auf

Großbrand im Drahtwerk : In der Nacht loderten die Flammen erneut auf

Fast 24 Stunden hielt der Großbrand in einer Produktionshalle der Drahtwerk St. Ingbert am vergangenen Freitag die Einsatzkräfte auf Trab.

Noch in der Nacht loderten die Flammen immer wieder auf, berichtete die Feuerwehr St. Ingbert. Die Brandursache bleibt indes weiterhin unklar. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, können Brandermittler das Gebäude frühestens am Montag betreten, um die Ermittlungen aufzunehmen. Zurzeit werde das Dach der einsturzgefährdeten Halle abgetragen. Außerdem müsse eine Spezialfirma Gefahrenstoffe, die dort gelagert sind, abtransportieren.

Kurz vor elf Uhr wurden am Freitag die Feuerwehren im Umkreis alarmiert. Eine Beizanlage in einer Produktionshalle auf dem Gelände der Drahtwerk St. Ingbert hatte Feuer gefangen. Zeitweise waren mehr als 200 Einsatzkräfte und 55 Fahrzeuge vor Ort, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Da in der brennenden Halle auch Gefahrstoffe (Säuren und Laugen) gelagert waren, wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messungen, die Feuerwehr in den umliegenden Wohngebieten und im Bereich Rentrisch durchgeführt hat, seien negativ ausgefallen, hieß es in der Mitteilung. Das Löschwasser sei jedoch vorsorglich zurückgehalten und Proben entnommen worden. Auf der Großbach seien Sperren verlegt worden.

Zwar brachten die Einsatzkräfte das Feuer bereits nach einer Stunde unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich laut Feuerwehr allerdings als schwierig. Immer wieder seien die Flammen aufgelodert, die Brandherde nur mit Spezialfahrzeugen erreichbar gewesen. In der Nacht mussten Helfer des THW Schneisen in die Bäume schneiden, um den Einsatzkräften die Löscharbeiten zu ermöglichen. Erst gegen 9 Uhr am nächsten Morgen war der Einsatz für die St. Ingberter Feuerwehr beendet. Die Werksfeuerwehr blieb weiterhin als Brandwache auf dem Gelände. Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand. Nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden in Millionenhöhe.