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Zirkusprojekt: In den Ferien Zirkusluft schnuppern

Zirkusprojekt : In den Ferien Zirkusluft schnuppern

Im Ferienprogramm des Mitmachzirkus ZappZarap werden Kinder in einer Woche zu Artisten, die auf ihren großen Auftritt hinarbeiten.

In der Manege stehen und vor begeisterten Zuschauern zeigen, was man kann. Wer träumt nicht einmal davon im Zirkuszelt zu stehen? Nicht nur als Zuschauer, sondern als richtiger Artist. Genau diese Möglichkeit bietet sich den Kindern der Ferienfreizeit in St. Ingbert. Der Zirkus ZappZarap gastiert diese Woche an der Albert-Schweitzer-Schule.

Zu der Idee kam es dank Lions Club Past-Präsident Andreas Edelmann. Seine eigenen Kinder nahmen in Zweibrücken über Jahre am Zirkusleben für Ferienkinder teil und arbeiten heute als Betreuer und Trainer dort aktiv mit. Warum also das Zelt nicht einmal nach St. Ingbert bringen? Als Hauptsponsor wandte sich der Club an die Stadt St. Ingbert und erhielt prompt Unterstützung. Nicht nur von der Jugendpflege, sondern auch vom Stadtmarketing. So wurde der Zirkus teil des Ferienprogramms. Das Zirkusleben ist jedoch nicht nur auf die Freizeitteilnehmer der Jugendpflege begrenzt. Insgesamt sind es 94 angehende Artisten, die von den 17 Betreuern auf ihren großen Auftritt vorbereitet werden.

Fünf Tage gemeinsames Training erwartet sie in dieser Woche, ehe sie am Freitagnachmittag und am Samstagmorgen ihre Show präsentieren werden. Am Montag ging es für die Sechs- bis 13-jährigen Teilnehmer los. Da stand das Zelt schon auf dem Schulhof. Der Aufbau begann einen Tag vorher: Zwanzig Helfer vom Lions Club, Thomas Debrand vom Stadtmarketing und das ZappZerap Team Ruth Suermondt und Christian Meier stellten es in mehr als sechs Stunden Arbeit auf. Die Arbeit hat sich gelohnt: 300 Zuschauer passen auf die Ränge um die Manege. Einen kleinen Einblick auf das, was die Zuschauer dabeierwartet gab es am Dienstag.

Zu den klassischen akrobatischen Vorführungen kommen neben Seiltanz und Trapezkunststücken auch Jongleure, Diabolospieler und Kugelläufer. Besondere Highlights wie das Nagelbrett und Feuerspiele stehen ebenfalls auf dem Programm. Selbst Oberbürgermeister Wagner machte an diesem Mittag große Augen. „Sind das echte Scherben, über die die Kinder laufen?“ Die Antwort lautet: Ja. Ruth Suermondt und Christian Meier vom ZappZarap-Team boten ihm gleich an, es ebenfalls zu versuchen. Natürlich unter derselben professionellen Begleitung wie die jungen Artisten. Im Gegensatz zu den mutigen Freizeitteilnehmern lehnte der Oberbürgermeister dankend ab.

„Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, was die Kinder in fünf Tagen alles lernen können. Die Fortschritte sind enorm“, weiß die studierte Grundschullehrerin Suermondt zu berichten. Ihr Kollege stimmt ihr zu: „Gemeinsam können die Kinder so viel schaffen. Man muss es ihnen nur zutrauen.“ Zirkuspädagogik fördere das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit genauso wie Beweglichkeit. Das ist das Ziel von ZappZarap: Künstlerische Gestaltung unter professioneller Begleitung, bei der man Grenzen überschreiten aber auch viel über sie lernen kann. Dazu gehört es genauso Erfolge zu feiern als auch Misserfolge zu verkraften. Zur den beiden Vorstellungen sind alle interessierten eingeladen.