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In Aphrodites Zimmer ist ganz schön was los

In Aphrodites Zimmer ist ganz schön was los

Breitfurt. Einen gelungenen Auftakt der neuen Spielzeit im 21. Jahr ihres Bestehens legte die Theatergruppe des Freizeitclubs Breitfurt auf der Bühne des Gasthauses "Im Wald" hin. Das Ensemble kredenzte seinem Publikum "Aphrodites Zimmer" von Walter G. Pfau

Breitfurt. Einen gelungenen Auftakt der neuen Spielzeit im 21. Jahr ihres Bestehens legte die Theatergruppe des Freizeitclubs Breitfurt auf der Bühne des Gasthauses "Im Wald" hin. Das Ensemble kredenzte seinem Publikum "Aphrodites Zimmer" von Walter G. Pfau.Was spielte sich ab? Erstmals seit fünf Jahren ohne Urlaub, wollen sich Sandra (gespielt von Veronika Kiesel) und Guido (Bernd Forsch) zur Silberhochzeit in dem Hotel, in dem sie ihre Flitterwochen verbrachten, einige Tage gönnen. Doch das Hochzeitsjubiläum verwandelte sich in ein wahres Horrorszenario. Denn plötzlich taucht die Geliebte des Ehemannes (Tanja Junkes) auf. Auch treffen im Hotel "das Sprachenwunder" Horst (Thorsten Nehlig), der sich als polnischer Handwerker verdingt, und Ehefrau Ruth (Jutta Tholl) ein. Mühevoll versucht Hotelmanager Max (Manfred Gentes) vergeblich, Herr der Lage zu werden.

Seine Versuche werden durch das "einnehmende" Wesen von Laura (Andrea Weinland) einem naseweisen, erpresserischen Zimmermädchen, und Freund Benno (Jürgen Gentes) zunichte gemacht. Die wortgewandte schauspielerische Leistung der Mitwirkenden strapazierte immer wieder die Lachmuskeln der Zuschauer, führte mehrfach zu Szenenapplaus.

Profitiert hat die Gruppe von den idealen Probemöglichkeiten. Sie können von Beginn an auf der Bühne ihre Szenen einzustudieren, auf der auch die Theaterabende ablaufen. So folgt schon nach den ersten Leseproben Ende August in der Blieskasteler "Alt Schmidd" schnell der Umzug nach Breitfurt.

Die Komödie verdeutlicht, dass die Akteure den Begriff Theater für sich in Anspruch nehmen können. Die Pointen saßen, das zeichnete sie aus, zeigte aber auch die Qualität von Regisseur und "Inszenator" Jürgen Gentes, dessen Liebe zum Detail den notwendigen Rahmen absteckte. Die Soufflage übernahm erstmals Gideon Grünholz, der sich bisher als rollenfester Darsteller ausgezeichnet hatte. Er sorgte für den reibungslosen Ablauf der Vorstellungen. Sein Scherflein zum Erfolg steuerte auch Manfred Gentes bei. Neben seinen Auftritten war er auch für das Bühnenbild verantwortlich.

Nach vielen Jahren, in denen Joachim Wagmann und Franz Schmitt für den richtigen Ton und das treffliche Licht gesorgt hatten, bediente erstmals das Webenheimer "Nachwuchstalent" Daniel Schunck (18 Jahre) das Regiepult. "Wir haben uns sehr gefreut, dass das Publikum das Stück angenommen hat, das motiviert für die weiteren Auftritte", so Gentes. ott

theater-breitfurt.de

Auf einen Blick

Die weiteren Termine: An gleicher Stätte am Samstag, 24. November, 19.30 Uhr, Sonntag, 25. November, 18 Uhr, Samstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, und Sonntag, 27. Januar, 18 Uhr. Gastspieltermine sind Samstag, 1. Dezember, 19.30 Uhr, in der alten Hasseler Turnhalle, Samstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr, im Dudweiler Schützenhaus und Samstag, 19. Januar, 20 Uhr, während der Gersheimer Theaterwoche im Kulturhaus. Karten zu den Breitfurter Aufführungen sind im Vorverkauf in der Breitfurter Filiale der Bäckerei Lenert und auch an der Abendkasse zu haben. ott