Immer in Schwarz, Weiß und Rot

In bewährter Manier, aber in ihrem Ausdruck verstärkt: Im Kunstraum kann man nun neue Werke von Max G. Grand-Montagne sehen.

Offiziell hat Max G. Grand-Montagne seinen Kunstraum zwar an MoFontaine übergeben, doch von Anfang an stand fest: Seine neuesten Werke werden hier gezeigt. Und da er ein nimmermüder Künstler ist, einer, der in seiner Arbeit Freude und Erfüllung findet, zeigt er ab kommenden Samstag wieder einige seiner neuen Unikatgrafiken und Skulpturen.

Die Ausstellung trägt den französischen Titel "capricorne", was "Steinbock" heißt, und sie beweist mal wieder, welchen Variantenreichtum reduzierte Gestaltungsmittel haben können. Denn der St. Ingberter bleibt nicht nur seiner heimatlichen Bühne treu, sondern auch seiner konkret-minimalistischen Kunst mit dem bekannten Form- und Farbvokabular. "Ich suche die Einfachheit", sagt er und fügt hinzu: "Mein Ziel ist die Schönheit in einfachster Form." So sind Schwarz, Weiß und Rot noch immer die Farben seiner Wahl. Auch das Quadrat taucht in unterschiedlichen Größen in jedem der Blätter auf und die Linie als Kompositionselement ist ebenfalls geblieben. Doch wie hat sich ihr Ausdrucksgehalt geändert? Sie ist breiter, kräftiger und energischer geworden. Nach wie vor schwingt sie frei übers Papier, deutet aber weitaus kraftvollere Formen an, die sich meist auch formatfüllender ausbreiten. Die Grenzen des Gegenständlichen werden bisweilen zwar tangiert, doch nie überschritten - es bleibt bei freien Interpretationsmöglichkeiten. Und diese sind vielfältig, denn sie weisen zurück auf den Entstehungsprozess, bei dem Grand-Montagne stets auch dem Zufall etwas Platz einräumt. "Ich bewege mich zwischen dem Konstruktiven und dem Zufälligen", erklärt er und erzählt stolz, dass einige seiner Werke gerade auf der Leipziger Buchmesse zu sehen waren. Und zwar nicht über die Galerie Sybille Nütt, die ihn in Dresden vertritt, sondern über Maren Marzilgers Online-Galerie "Nummeriert und Signiert".

Max G. Grand-Montagne - "capricorne". Bis zum Sonntag, 30. April. Kunstraum Max G., Kaiserstraße 29 (Eingang Café Stube), montags bis samstags 9 bis 17 Uhr, Künstlerpräsenz samstags 10 bis 13 Uhr. Eröffnung am Samstag, 1. April um 11 Uhr.