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Im Stadtpark St. Ingbert entsteht ein Spielplatz mit Matschbereich

Große Investition : Bald sind „Wasserspiele“ im Stadtpark in St. Ingbert möglich

Für eine Viertelmillion Euro wird mitten im Stadtpark ein Spielplatz mit Matschbereich gebaut. Im Herbst soll er fertig sein.

Immer mehr rückt der Stadtpark als grüne Lunge und Platz zum Entspannen in das Blickfeld der St. Ingberter Bürgerinnen und Bürger.  Dazu tragen auch Veranstaltungen wie das Park- oder Biosphärenfest oder der Treff der Generationen der Arbeiterwohlfahrt bei. Auch ein Zugang zum Bach mit „angedockten“ Relaxbänken lädt seit einiger Zeit zum Verweilen ein.

Allerdings wurde der Spielplatz im vorderen Bereich der Gustav-Clauss-Anlage in letzter Zeit wie ein „Stiefkind in Lauerstellung“ behandelt, da man beispielsweise eine Entscheidung zu seiner Erneuerung im Ortsrat an die Baumaßnahme  „Altes Hallenbad“ knüpfte. Da bis vor kurzem noch keine Vereinbarung mit dem Investor zustande gekommen war, wurde beschlossen, einen Spielplatz losgelöst von diesen Planungen zur Hotel- und Seniorenresidenz zu bauen. Und nun ist es soweit. Im hinteren Bereich des Parks wirft der neue Kinderspielbereich seine Schatten voraus, denn die vorbereitenden Bodenarbeiten für einen Matsch-Spielplatz sind in vollem Gange. Davon überzeugte sich vor kurzem auch der Ortsrat St. Ingbert-Mitte.

„Dieser Wasserspielplatz ist der wichtigste Baustein des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, in das auch Wünsche und Anregungen der Bürger aufgenommen wurden“, sagt Christian Lambert. Mit dem Bau habe man sogar eher beginnen können als gedacht. „So kriegen wir in der warmen Jahreszeit auch die Landschaftsbauarbeiten durch“, so der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Noch sind nur Erdbewegungen zu sehen, „aber der spätere Spielplatz ist Bestandteil des großen Pakets zur Steigerung der Attraktivität der Gustav-Clauss-Anlage“, fügt Peter Gaschott, Pressesprecher der Stadt, hinzu.

Christian Lambert macht schon jetzt Lust auf die Anlage, die dort, von der Stadt aus gesehen hinter dem Weiher, künftig zum Spielen einladen soll. Kern wird der Matschbereich sein, wo die Kinder mit einer Wipp-Pumpe Wasser aus Quellsteinen in eine Rinne fördern können. „Das ist Grundwasser. An die Notbrunnen dürfen wir nichts anschließen, die sind gewidmet. Und die Verwendung von Frischwasser würde eine horrende Rechnung bedeuten“, erklärt Lambert. Mitte Juni wurde mit der Baumaßnahme begonnen. Wenn es optimal läuft, was auch von der Lieferung der Geräte abhängt, ist sie im Herbst abgeschlossen. Künftige Nutzer des Spielbereichs im Park können sich unter anderem auf ein Bodentrampolin, einen Spielbereich mit einem Piratenschiff samt zugehörigem Kletterturm, auf eine Breitwippe, einen Balanciersteg und einen Stehkreisel freuen. Für die BMX-Fahrer wird es auch wieder einen kleinen Parcours geben.

Im Zuge der Bauarbeiten wurden die Hügel zunächst abgetragen, aber einige kleinere werden rings um den Matschspielplatz wieder aufgebaut. Der Untergrund des Areals wird aus verschiedenen Materialien wie Sand oder einem Fallschutz aus Kunststoff bestehen. Ein Sonnensegel soll für Schatten sorgen. Für die Begleitpersonen und natürlich auch die Kinder selbst wird es Sitzmöglichkeiten geben. Hier wünschte sich der Seniorenbeirat auch einige höhere Bänke mit beiderseitigen eckigen Armstützen als Aufstehhilfe für ältere Leute.

 Nach diesem Plan soll der Spielplatz gebaut werden.
Nach diesem Plan soll der Spielplatz gebaut werden. Foto: Cornelia Jung

Ortsvorsteher Ulli Meyer und Hans Bur vom Seniorenbeirat regten auch das Aufstellen von Fitnessgeräten für Senioren an. Hier muss Lambert die Liste der Vorschläge kurz halten, denn der Platz sei begrenzt. „Wir können die Fläche nicht mit Geräten überfrachten“, sagte er. Doch der Tipp von Meyer, solche Geräte wie einen Parcours über den Park zu verteilen, oder von Bur, sie entlang des neuen diagonalen Weges anzuordnen, stießen auf offene Ohren. Der Bau des Matschspielplatzes wird rund 250 000 Euro kosten. Der Bauhof wird nicht für die Arbeiten eingesetzt. Alle Aufträge wurden beziehungsweise werden fremd vergeben. „Ich freue mich, wenn der Spielplatz erst fertig und abgerechnet ist. Da gibt es bestimmt noch viele spannende Momente“, vermutet Lambert.