Im Keltendorf waren Muskeln gefragt

Schule einmal anders: Für 17 Schülerinnen und Schüler des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums hieß es drei Tage, im Kulturpark zu schuften, statt mathematische Formeln zu lösen und Vokabeln zu pauken.

Reinheim/Homburg. Im Rahmen der Projekttage am Homburger Saarpfalz-Gymnasium kamen in der vergangenen Woche 17 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben und elf an drei Tagen zusammen. Und zwar an einem eher ausgefallenen Ort. Nicht die Schule war Treffpunkt, sondern es ging nämlich in den Europäischen Kulturpark nach Bliesbruck-Reinheim, um im Keltendorf Taradunum bei verschiedenen Baumaßnahmen mitzuhelfen. Die Jugendlichen hatten in dieser Zeit die Gelegenheit, den praxisnahen Umgang mit natürlichen Baustoffen kennen zu lernen und nebenbei etwas über die keltische Kultur zu erfahren.Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und der Besichtigung des Kulturparks, ging es dann richtig los: Die engagierten Schülerinnen und Schüler packten tatkräftig mit an und halfen unter anderem bei den Arbeiten im Keltendorf. Unter Anleitung von Grabungstechniker und Spezialist für experimentelle Archäologie, Hans-Jürgen Hillen, halfen sie bei der Errichtung eines Weidenzauns und beim Bau eines keltischen Kühlschranks. Dabei galt es unter anderem, geschickt mit Zieheisen, Säge und Schaufel umzugehen. Auch beim Teerkochen und Stämme in den Boden rammen unterstützten sie die Arbeiter tatkräftig. Die Mädchen und Jungs waren mit viel Begeisterung am Werk und schreckten auch vor schweren Aufgaben - wie dem Ausheben einer Grube für den keltischen Kühlschrank - nicht zurück. Zum Abschluss gab es ein kleines Festmahl und die Gelegenheit zum Bogenschießen. red