Ihr Lächeln ist sein Lohn

Tobias Balbier möchte Kfz-Mechatroniker werden. Derzeit macht er in St. Ingbert allerdings noch seinen Bundesfreiwilligendienst im Caritas-Altenzentrum St. Barbara. Für sein Engagement hat ihn das Sozialministerium geehrt.

. Er bemüht sich um das Wohl seiner Mitmenschen: Das saarländische Sozialministerium hat jetzt Menschen geehrt, die sich freiwillig engagieren. Mit dem 17-jährigen Tobias Balbier wurde ein junger Mann ausgezeichnet, der im Caritas-Altenzentrum St. Barbara in seiner Heimatstadt St. Ingbert den Bundesfreiwilligendienst leistet. Balbier ist ein sogenannter "Bufdi", und dass er in der Aula des Neunkircher Steinwald-Gymnasiums für sein Engagement staatliche Anerkennung erfahren hat, möchte er eigentlich "gar nicht so hoch hängen", betont er. Etwas stolz darauf ist er aber schon, räumt der 17-Jährige ein.

Die Berufsausbildung, die der junge Mann im August beginnen wird, hat nichts mit dem sozialen Bereich zu tun. Balbier schließt aber nicht aus, dass ihn seine im Freiwilligendienst gemachten Erfahrungen später auch einmal beruflich beeinflussen werden. Zunächst will er Kfz-Mechatroniker werden, die Lehre startet unmittelbar nach dem Ende des Freiwilligendienstes. Seinen Bufdi-Dienst trat er gleich nach dem Schulabschluss an, seine Devise habe mehr oder weniger "learning by doing" gelautet, meint der 17-Jährige. "Anfangs läuft man viel mit den Fachkräften mit", erzählt er. Mittlerweile erledige er seine Aufgaben aber weitestgehend selbstständig.

Der soziale Dienst des Caritas-Altenzentrums St. Barbara setzt den jungen Mann zu Einzel- und Gruppenbetreuung ein. Balbier absolviert Gedächtnistraining mit den Bewohnern oder liest ihnen vor. "Ansonsten erledigt man eben Besorgungen für sie, bringt ihnen die Zeitung", erklärt er. Auch einfach nur den Erzählungen der alten Herrschaften zuzuhören, sei Teil seiner freiwilligen Arbeit. "Und es ist natürlich interessant, was man da von früher zu hören bekommt", sagt Balbier. Das sei schon beinahe Geschichtsunterricht, lobt er.

Sicher sei der Job nicht ohne Belastungen, auch wenn er als Bufdi nicht im pflegerischen Bereich eingesetzt werde. "Aber der Umgang mit Demenzpatienten verlangt einem dennoch einiges ab", weiß er mittlerweile aus Erfahrung. Er kenne beispielsweise die Situation, dass ein Patient den Mund bewegt, wenn man ihm Musik vorspielt. "Man kann aber nicht einschätzen, ob das eine positive oder eine negative Reaktion ist." Eine Reaktion, die zweifelsfrei unter "positiv" einzuordnen ist, hat Tobias Balbier selbstverständlich am liebsten: "Ein Lächeln", sagt er. Viel Dankbarkeit komme ihm als freiwilligem Helfer entgegen, und das sei der ideelle Gewinn dieser Arbeit, freut sich der junge Mann.