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Icelounge im Betzental in St. Ingbert

Icelounge im Betzental : Neue Kombination aus Fußball und Eis

Die Icelounge von Tim Hönig hat ihre ersten Schritte im St. Ingberter Betzental unternommen.

„Hier ist es schöner“, bewertete Tim Hönig am Samstagabend den neuen Standort und grinste dabei über das ganze Gesicht. Der Betreiber der IceLounge St. Ingbert macht im Gespräch mit unserer Zeitung keinen Hehl daraus, froh über den Wegzug aus Homburg zu sein (wir berichteten).

Der ehemalige Eiskunstläufer hatte sich im letzten Winter seinen Traum von einer eigenen Eisbahn erfüllt und dafür ein früheres Autohaus in der Kreisstadt angemietet. Es lief gut. Doch dann kam Corona und der Lockdown. Wie so viele Betriebe musste Hönig schließen. Und das gleich zu Beginn und in der Saison. Die Kosten, wie die Miete, liefen weiter. Der Gastronom veranstaltete deshalb nach dem Lockdown ab Sommer in Homburg Konzerte, um über die Runden zu kommen. Sein Vermieter kam ihm nicht entgegen, und so suchte der Rohrbacher eine Alternative.

Die fand Hönig als neuer Pächter des Vereinsheims des FC Viktoria 09 St. Ingbert im Betzental, in der Friedel-Heinz-Straße 1d, sei er positiv aufgenommen worden, freut sich der Unternehmer. Zudem hätten viele „Dengmerter“ am alten Standort bedauert, dass es so etwas in der Mittelstadt nicht gibt. Das habe ihm die Entscheidung leicht gemacht. Seit vergangenen Freitag ist geöffnet. „Was mir hier gut gefällt, ist die Kombination aus Fußball und Eis“, sagt der Mann, der vordergründig ein IT-Unternehmen betreibt. Wenn im Winter kein Fußball auf dem Grün unterhalb der Fläche am Hang des Betzentals gespielt wird, sei alles tot, erklärt Tim Hönig.

Das wird sich ab 1. November ändern. Dann steht in einem 15 mal 30 Meter großen Zelt die Eisbahn. Zwei Kleinere werden daneben platziert. Genau auf der Fläche, auf der am Samstag noch Autos parkten. Man kann die Eisfläche auch für Feiern mieten. „Der Vorteil hier ist, es gibt keine Nachbarn, und es ist stressfrei“, vergleicht Tim Hönig die beiden Standorte. In Homburg störten sich diese an der Lautstärke der Gruppen, die einmal pro Woche samstags um 18 Uhr bei freiem Eintritt auftreten. Die Livemusik in der Zeit von April bis Ende Oktober bleibt auch in St. Ingbert.

Am Samstagabend war mit den Lokalmatadoren von „Dusemond - De Soto & Band“ Premiere. In den übrigen Monaten steht die Eisfläche im Vordergrund. Was immer bleibt, ist die Gastronomie. So gibt es freitags einen All you can eat-Abend. Das Publikum sitzt im Zelt auf Bierzeltgarnituren oder auf Loungemöbeln. Das Gastpiel von „Dusemond - De Soto & Band“ stand unter dem Titel „Das Betzental rockt“. Eines vornweg: Es gab kaum einen Titel, bei dem die Konzertbesucher nicht mit dem Kopf zur Musik mitwippten, mitklatschten oder -sangen sowie am Platz Luftgitarre spielten. Ein Frauen-Trio tanzte gar fast den ganzen Abend Freestyle.

Bei Songs wie „Here I go again“ (Whitesnake), „I was made für lovin‘ you“ (Kiss) oder „All right now“ (Free) dachte man auch bei 22 Grad um 20 Uhr eher weniger an Eis. „So, St. Ingbert, wir brauchen eure Hände. Es ist doch ganz schön, nochmal zu rocken bei diesem ganzen Corona-Wahnsinn“, rief Frontmann Rick de Soto den Feierwütigen gerade zu. Und die reagierten prompt. Sanftere Töne schlug der Ex-Lancelot-Sänger bei „Let it rock“ an, als er einen Titel seiner Ex-Band sang. Musik von Gruppen, die noch Seele haben, versprachen die vier Musiker und das kam an. „Wir machen eine Zeitreise durch die Seventies“, beschrieb es De Soto. Doch für die vollständige Mischung von guter Laune sorgen auch die Soli, die immer wieder hinzukommen. Etwa von Andreas Usner (Gitarre), Joe Reitz (Bass) oder Georg „Schorsch“ Dusemond (Drums).

Die Icelounge im St. Ingberter Betzental ist montags bis freitags von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Samstags/sonntags geht es bereits um 10 Uhr los; sonntags ist ab 21 Uhr geschlossen. Ruhetag: Mittwoch. Telefonische Platzreservierung (0179) 615 89 45.

www.icelounge-igb.de