Hungermarsch bringt 8800 Euro Erlös

Die katholischen und protestantischen Kirchengemeinden St. Ingberts hatten am Sonntag zum 39. St. Ingberter Hungermarsch eingeladen. Start war um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Konrad im Schmelzerwald.

Nach einer kurzen Begrüßung führte der Hungermarsch in Richtung Grumbachtal und von dort über einem Rundweg von etwa sechs Kilometern wieder nach St. Konrad zurück. In seinem Grußwort sprach Oberbürgermeister Hans Wagner davon, dass man die Krisen der Welt nicht beheben könne, aber versuchen müsse, ihre Ursachen zu beheben und ihre Folgen für die Bevölkerung zu lindern. Mit dem Erlös des Marsches werden drei Projekte unterstützt. Das Wasso-Hospital im Nordosten Tansanias ist die einzige Anlaufstation im Krankheitsfalle für die Massai-Familien. Die Haupterkrankungen sind Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Brucellose; Blinddarmentzündungen, komplizierte Entbidungen, bei den Kindern Mangel- und Unterernährung sowie Dehydration bei Durchfallerkrankungen. Das Komitee Cap Anamur - Deutsche Notärzte e.V. versorgt mit einem Gesundheitsprojekt in den Nuba-Bergen des Süd-Sudan die dortige Bevölkerung medizinisch. Die Situation in den Nuba-Bergen wird durch den Krieg zwischen Nord- und Südsudan verschärft. Dritter Empfänger ist das ökumenische Partnerschaftsprojekt "Befreiung aus der Sklaverei" der kirchlichen Hilfswerke "Misereor" und "Brot für die Welt", das sich für die Befreiung und Rehabilitation von Kinder-Sklaven in der indischen Teppichindustrie einsetzt. Der Spendenerlös beträgt rund 8 800 Euro.