Hotel und Seniorenresidenz am Alten Bad könnten 2018 eröffnen

St Ingbert · Der Zeitplan für den Bau eines Komplexes aus Hotel und Seniorenresidenz wird ein bisschen konkreter. Doch nicht auf alle ihre Fragen bekamen die Stadtratsmitglieder eine Antwort vom Vertreter der Investoren, Dieter Quack.

 Das ehemalige St. Ingberter Hallenbad. Foto: Cornelia Jung

Das ehemalige St. Ingberter Hallenbad. Foto: Cornelia Jung

Foto: Cornelia Jung

Als der Bauausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am vergangenen Dienstag tagte, hätten sich einige Stadtratsmitglieder gewünscht, konkrete Angaben zum Baubeginn bei der Errichtung des geplanten Komplexes aus Hotel und Seniorenresidenz anstelle des Alten Stadtbades zu bekommen. Dem war nicht so. "Das Thema treibt uns seit Jahren um", so Markus Gestier (UCD), der das Thema auf die Tagesordnung hatte setzen lassen. Baudirektor Martin Ruck informierte darüber, dass zumindest der Bebauungsplan abgeschlossen sei. Der Plan wurde später im nicht öffentlichen Teil zur Beschlussfassung vorgelegt. Ruck: "Damit haben wir heute einen Meilenstein erreicht." Auch der Vertreter der Investoren, Dieter Quack, war froh, dass "es heute soweit ist". Man hätte im Vorfeld vieles abgewogen und Fragen geklärt. So hätten auf der Rückseite des Bades Stare ihre Nester in der Fassade gebaut. Quack wies auf das derzeit niedrige Zinsniveau hin, was dem Bau entgegen käme. Nun soll es schnell losgehen, denn das Projekt sei vom Pächter sehr gewünscht und der Bedarf da. "St. Ingbert ist eine von vier Kommunen im Saarland, wo man Anlegern nur empfehlen kann, zu investieren", so Quack. Man wolle unverzüglich mit der Baugenehmigungsplanung beginnen. Einen genauen Termin konnte Quack nicht benennen. Er wolle erst den Stadtratsbeschluss der Sitzung im Oktober abwarten. Man müsse die Baugenehmigungsplanung mit dem Architekten abstimmen und auch bedenken, dass Bäume gefällt werden müssen. Das sei nur von November bis Februar möglich. Ob in dieser Zeitspanne schon mit dem Abriss des Bades begonnen werden könne, wisse er nicht. Mit dem Grün will man schonend umgehen und auch die Vögel nicht "vergrämen". Als Alternative für die dann wegfallenden Nester wolle man Nisthilfen anbringen. In die Überlegungen zum Bebauungsplan sei auch der Inhalt eines anonymen Schreibens eingegangen, dessen Verfasser sich mit dem späteren Schattenwurf des Komplexes befasste. "Damit muss man sich auseinandersetzen", so der Investorenvertreter, "wir warten mal ab, wie die Bürger auf die Planung reagieren." Genauere Zeiten nannte er dem Ausschuss nicht. Nur, dass der Abriss zu jeder Zeit erfolgen könne. "Ich will nicht an Zeiten gebunden werden, die noch nicht abschätzbar sind", sagte Quack, "aber ich möchte die Fertigstellung ja auch noch erleben." Roland Körner (Familienpartei) wollte dann aber doch Auskünfte über das ungefähre Datum des Projekt-Abschlusses, den Namen der Investoren und über die Altlastenbewertung des Bodens haben. "Für die Investoren ist wichtig, wann der Konzern Pro Seniore das Objekt haben will", blieb Quack die Nennung der Investoren wieder schuldig. Eine Belastung des Bodens mit Schadstoffen würde nur den Aushub betreffen, der entsprechend entsorgt werden könne. Dieser Passus sei im Kaufvertrag detailliert geregelt, sodass die Gewährleistung geklärt ist. "Die Kosten bei der Entsorgung des Aushubs kann bei einem solchen Objekt nicht wirklich eine Rolle spielen", beruhigte Quack die Anwesenden, die dadurch unter Umständen die Planungen ins Wanken hätten kommen sehen. Der Endtermin solle "ziemlich schnell" sein. Von 2016 brauche man nicht auszugehen, aber 2017 könne der Bau realistisch bezugsfertig sein, sodass er Anfang 2018 in Betrieb genommen werden könne. Laut Körner hätte es in früheren Sitzungen zum Stand der Planungen und der Beziehungen von Investoren, betreibendem Konzern und Stadt geheißen, dass man auf dem Stand einer Verlobung ist. "Wenn jetzt auch die Hochzeit käme, wäre uns das sehr recht", so das Stadtratsmitglied.