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Hobbyausstellung in Bliesmengen-Bolchen mit kreativen Ideen

Österliche Ideen aus dem Mandelbachtal : Vom Getreidekissen bis zum Fimo-Schmuck

Die Hobbyausstellung des Verkehrsvereins Mandelbachtal tat sich mit kreativen Ideen hervor.

Wer sich am Sonntag traditionell zur Oster- und Hobbyausstellung des Verkehrsvereins Mandelbachtal begab, blieb möglicherweise beim Betreten der Bliestalhalle verdutzt stehen und blickte verwundert in das Halleninnere. Diese Beobachtung konnte man ein ums andere Mal machen. „Irgendwas ist da anders“, meinte Ernst Bohrmann am Nachmittag gegenüber unserer Zeitung. In der Tat: Die Stände, und somit die Reihen dazwischen, waren anders als sonst platziert. Waren die Tische in den Vorjahren quasi hintereinander gestellt, so befanden sie sich dieses Mal nebeneinander. „Es haben ein paar Aussteller abgesagt“, erklärte Manfred Pfeiffer gegenüber unserer Zeitung. Somit machte man aus der Not eine Tugend und wählte eine andere Tischordnung. Das kam bei den Ausstellern durchaus gut an, wie eine kleine Umfrage ergab. „So ist es viel luftiger. Die Leute können besser gucken und das Drumherumlaufen ist besser. Fast schon, als wäre es ein Markt draußen auf der Straße“, sagte Stamm-Ausstellerin Kerstin Wolter-Ast aus Medelsheim.

Diese Auffassung teilte durchaus auch Ruth Lauer. „Vorher war das so ein Zickzack“, sagte die Ormesheimerin. Es sei wenig los dieses Mal, meinte die Frau, die ausrangierten Dingen durch kunstvolles Bearbeiten und Basteln quasi neues Leben einhaucht. Doch wenig Betrieb müsse nicht zwangsläufig geringer Umsatz bedeuten, so Lauer. Am frühen Nachmittag sei es, nachdem der Vormittag recht ruhig geblieben war, doch besser gewesen, blickte ihre Aussteller-Kollegin Kerstin Wolter-Ast zurück. Sie ist schon länger bei der Traditionsveranstaltung dabei und hat ihren kreativen Schwerpunkt verlagert. Dominierte vorher das Metall, so ist es nun Holz. Der Sohn wohnt an der Mosel und kam mit der Idee zu Besuch, die Mama möge doch mal aus altem Weinfassholz einen Flaschenständer machen. Nebenbei fielen dabei auch Kerzenständer und Lampenhalter ab. „Auf Neudeutsch würde man ‚Upcycling‘ sagen“, meinte Wolter-Ast, die der Metallbearbeitung nicht völlig Adieu gesagt hat. So werden Abfallprodukte wieder begehrenswert. Mit Leder - nicht als Abfallprodukt - arbeitet Norbert Margardt. Gürtel, Taschen und Geldbörsen wurden an seinem Stand mit Wunschprägung versehen. Der Mann aus Neuweiler war zum ersten Mal in Bliesmengen-Bolchen dabei.

Auch diesmal ließ das Angebot, sich mit Geschenken oder Deko-Artikeln fürs nahende Osterfest einzudecken, kaum Wünsche offen. Neben Keramik, Fimo-Schmuck und den bekannten Getreidekissen, die die Hitze speichern und der Gesundheit dienlich sind, gab es auch Angebote, die nicht überall zu finden sind. Etwa Geschenk-Verpackungen der kreativen Art. Oder auch Diät-Konfitüre. „Obwohl ich schon viele Jahre hierher komme, finde ich jedesmal wieder was Neues“, freute sich Christa Gössl aus Homburg. „Man braucht ja nichts. Aber man kauft doch immer etwas“, fügte ihr Ehemann Egon noch hinzu.

Die freundliche Bewirtung im Gastraum der Halle oblag dieses Mal den Landfrauen von Bliesmengen-Bolchen.