Hitzeschutz kann einfach sein

St. Ingbert · Intelligenter Hitzeschutz kann im Hochsommer das Aufheizen der Wohnungen verhindern, meinen die Fachleute von der Verbraucherzentrale. Entsprechende Maßnahmen müssen dabei nicht teuer sein.

 Die Verbraucherzentrale rät, rechtzeitig bei Beginn der nächsten Hitzewelle an den Hitzeschutz zu denken. Foto: Kai Remmers/dpa

Die Verbraucherzentrale rät, rechtzeitig bei Beginn der nächsten Hitzewelle an den Hitzeschutz zu denken. Foto: Kai Remmers/dpa

Foto: Kai Remmers/dpa

So schön der ersehnte Sommer ist - wenn die Wohnung erst einmal richtig aufgeheizt ist und die Temperaturen auch nachts nicht auf ein erträgliches Niveau sinken, kann die Hitze schnell erheblichen Stress für den Organismus bedeuten. Das lässt sich jedoch mit intelligentem Hitzeschutz einfach und kostengünstig verhindern, heißt es in einer Mitteilung. Werner Ehl, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes, erklärt: "Ist die Wohnung erst einmal richtig aufgeheizt, kriegt man die Temperatur nur schwer wieder herunter. Wichtig ist es deshalb, rechtzeitig bei Beginn der nächsten Hitzewelle an den Hitzeschutz zu denken." Schon einfache Maßnahmen verhindern laut Ehl, dass sich die Wohnräume zu sehr aufwärmen: An sehr heißen Tagen sollte man nur in den kühleren Morgenstunden oder spät abends ausgiebig lüften, wenn ein frischer Wind weht. Tagsüber bleiben Fenster und Türen geschlossen.

Das Aufheizen der Räume durch die Sonneneinstrahlung durchs Fenster wird am besten durch einen außenliegenden Hitzeschutz verhindert. Außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden sollte man also schließen oder Markisen einsetzen. Auf dem Balkon verschaffe ein geöffneter Sonnenschirm den Fensterflächen Schatten. Bei innen montierten Jalousien auf eine helle oder mit Metall beschichtete Außenfläche achten.

Für dauerbestrahlte Südfenster sollte, wenn möglich, spezielles Sonnenschutzglas gewählt werden. Einen ähnlichen Schutz bieten - meist getönte - Reflexionsfolien, die nachträglich von innen auf Glasflächen aufgebracht werden. Sie seien allerdings nur begrenzt haltbar.

Insbesondere bei Wohnungen im Dachgeschoss ist eine luftdichte Gebäudehülle wichtig. Im Sommer heizt sich die Luft unter den Dachziegeln schnell bis zu 80 Grad Celsius auf und sollte dann keinesfalls in die Wohnräume gelangen.

Wem es trotz dieser Maßnahmen noch zu heiß ist, der sollte über eine fachgerechte Dämmung des Hauses nachdenken. Werner Ehl erläutert: "Eine wirksame Dämmung hilft gleich doppelt - im Sommer hält sie die Hitze draußen, im Winter die Wärme im Haus." Bei allen Fragen zum effizienten Hitzeschutz hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Für Hilfeempfänger sind die Beratungen gegen Vorlage eines Nachweises kostenlos. Termine zu einer persönlichen Beratung können unter Tel. (0800) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder auch direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Anmeldungen zur persönlichen Energieberatung der Verbraucherzentrale sind in unserer Region möglich in St. Ingbert im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203, Tel. (0 68 94) 1 30 oder in Blieskastel in der Volkshochschule am Schloss, Tel. (0 68 42) 92 43 10.