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Hilfe für den Schulalltag durch den Kinderschutzbund St. Ingbert

Kinderschutzbund : Unterstützung für den Schulalltag

Der Kinderschutzbund stattet Schulen mit Boxen voller Arbeitsmaterial aus.

Alle Eltern kennen sie, die Materiallisten, die am Anfang des Schuljahres ausgegeben werden. „Bestimmte Stifte oder Malutensilien von ganz bestimmten Hersstellern, Hefte mit vorgeschriebener Linierung und so weiter“, zählen Barbara Schulz-Brunken, Anneliese Becker und Gerlind Kaul-Guckel vom Kinderschutzbund auf. „Viele Familien haben Probleme sich das zu leisten.“ Auch wenn sie einen Antrag für das Teilhabe- und Bildungspaket stellen. „In jedem Schuljahr stehen den Familien rund100 Euro zur Verfügung. Davon müssen auch Ranzen, Mäppchen, Sportkleidung und natürlich das Schulmaterial bezahlt werden“, so Schulz-Brunken. Im ersten Halbjahr gibt es 80 Euro. Dann sei meist noch vieles vorhanden. Im zweiten dann noch einmal 30 Euro. Da reiche es dann schon öfter nicht.

Wenn einem Kind etwas fehlt, seien es oft die Lehrer, die aus eigener Tasche Material für die Klasse kaufen. „Besonders Dinge wie Scheren und Kleber fehlen häufig“, weiß Sarah Hoffmann, Lehrerin an der Wiesentalschule zu berichten.

Der Kinderschutzbund kennt das Problem zu gut. Deshalb entstand im vergangenen Sommer die Idee, die St. Ingberter Grundschulen und die Gemeinschaftsschule in Rohrbach mit Materialboxen zu unterstützen. Nach ausgiebiger Planung, viel Trubel und jeder Menge Bestellungen war es in dieser Woche dann so weit: Die Kinder-Schul-Boxen wurden nun zum ersten Mal an die Grundschulen ausgeliefert. Befüllt sind sie mit allem, was die Schüler so brauchen. Ende Februar ist dann die Gemeinschaftsschule an der Reihe. Bei der Planung wurden die Materiallisten für die Eltern zur Orientierung genommen, um ideal auf die Bedürfnisse der Klassen einzugehen. Finanziert werden die Boxen rein durch Spenden. Die Lehrer werden dem Kinderschutzbund in der kommenden Zeit Rückmeldung geben, was am häufigsten gebraucht wird und aufgefüllt werden müsste. Denn die Kinder-Schul-Boxen sollen keine einmalige Aktion sein. Für kommende Klassen werden neue Boxen gepackt und der Bestand immer wieder mit Nachschub beliefert. „Die Kinder werden von Mitschülern ausgegrenzt, weil sie nicht das Material zum Mitmachen haben. Das kann in Deutschland nicht sein“, sagte Barbara Schulz-Brunken bei der Boxen-Übergabe in der Wiesentalschule. Ende des Monats geht es dann noch an die Gemeinschaftsschule. Die anderen Grundschulen haben ihre Kisten bereits alle erhalten.

Wer den Kinderschutzbund unterstützen möchte, findet unter www.kinderschutzbund-igb.de/ alle Informationen zu den Öffnungszeiten, sowie Kontakt- und Spendenmöglichkeiten.