Hier werden hochbegabte Kinder gefördert

Hier werden hochbegabte Kinder gefördert

Fördergruppen, Querdenkertage, Studientage: Das Angebot der Beratungsstelle für Hochbegabung ist vielseitig. Nach Rentrisch kommen saarlandweit jedes Jahr zu den 48 Kindern in den Fördergruppen nochmal 470 Kinder und Jugendliche.

Kulturen und Kontinente sind derzeit ihr Thema: "Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen", sagt die achtjährige Paulina aus Saarbrücken, als wir ihr und den anderen Kindern, die regelmäßig hierher kommen, über die Schulter schauen. Die Rede ist von der Förderstelle Rentrisch der Beratungsstelle für Hochbegabung. Die liebenswerte Paulina ist eines von den 48 Kindern, die in Rentrisch eine der vier Fördergruppen besucht und einmal in der Woche während des ganzen Schuljahres anstatt in ihre "normale" Schule eben hierher kommt, wo ihre Begabung gefördert wird. Um an diesem Programm teilnehmen zu können, müssen die Kinder durch den schulpsychologischen Dienst getestet werden, es muss also eine Hochbegabung bestätigt worden sein.

Jedoch ist dieses Angebot längst nicht alles, was die Beratungsstelle Hochbegabung und somit auch die Förderstelle Rentrisch zu bieten haben. So gibt es auch die so genannten Querdenkertage und die Studientage - für die Teilnahme an diesen Veranstaltungen müssen die Vorschul- und Schulkinder nicht getestet sein. Es sollte lediglich eine Empfehlung der Erzieherin oder der Leherin vorliegen, oder die Eltern sollten sich vorab an die Beratungsstelle gewandt haben. "Die Querdenkertage finden für Schüler zu unterschiedlichen Themengebieten an zehn Terminen statt", informiert eine der in Rentrisch unterrichtenden Lehrerinnen, Carolin Eifler. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Myriam Mischo-Roth ist sie an diesem Vormittag für die Kinder da. Die Studientage sind Einzelveranstaltungen, an denen auch schon Vorschulkinder teilnehmen können. Hier werden Themen wie mathematische Knobeleien, Experimentieren oder Forscherwerkstatt Brücken angeboten. "Alles in allem betreuen wir junge Leute bis zum Juniorstudium", informiert der Leiter der Beratungsstelle Hochbegabung Saarland, Herbert Jacob. Wichtig sei dabei, dass es nicht um reine Wissensvermittlung ginge, sondern um Methodik. Insgesamt kämen nach Rentrisch zu den verschiedenen Angeboten jedes Jahr zu den 48 Kindern in den Fördergruppen nochmal 470 Kinder und Jugendliche. Der Bedarf sei groß, in vielen Bereichen gäbe es Wartelisten.

iq-xxl.de

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