Heringsessen des CDU-Stadtverbandes St. ingbert mit Ulli Meyer

CDU-Heringsessen : Ulli Meyer betont das Verbindende

Bevor beim CDU-Stadtverband St. Ingbert in der Stadthalle die Heringe auf den Tisch kamen, stellten sich am Aschermittwoch die Kandidaten für den Stadtrat und das Oberbürgermeisteramt vor.

Das Heringsessen des CDU-Stadtverbandes am Aschermittwoch in der Stadthalle war im ersten Teil geprägt von einer Vorstellungs- beziehungsweise Fragerunde. Beim „Who is Who“ der Kandidaten des künftigen Stadtrates stellten sich Frank Breinig, Nadine Müller und Mathis Uder den Fragen von Moderatorin Melanie Abmeier.

Breinig, der bisher drei städtische Haushalte mit verabschiedet hat, zeigte sich stolz, dass St. Ingbert ohne Kassenkredite auskommt. Er wolle mit seiner Frakton weiterhin die seriöse Politik fortsetzen, denn „das tut der Stadt gut“. Die Stadt solle wieder ein positives Image bekommen. Als Wohn- und Wirtschaftsstandort wünsche er sie sich in aller Munde. Vor allem wolle man dafür sorgen, Projekte wie die Umgestaltung des Stadtparks, der Fußgängerzone und der Umsetzung eines Verkehrskonzepts anzustoßen und andere zu einem guten Ende zu bringen. So die Baumwollspinnerei.

Mathis Uder kandidiert als Jüngster für den Stadtrat. Er sei erstmals vor drei Jahren als Mitglied der Jungen Union näher mit der Kommunalpolitik in Berührung gekommen. Er wolle mit dafür sorgen, dass auch seine junge Generation gut in St. Ingbert leben könne. „Ich möchte eine andere Sichtweise einbringen“, sagte er. Nadine Müller berichtete von ihrer Arbeit als ehrenamtliche Bürgermeisterin. Da sie keinen Geschäftsbereich zugeteilt bekam, beschränke sich ihre Arbeit derzeit auf Vertretungs- und Repräsentationsaufgaben. „Durch meine Vereinsmitgliedschaften war ich schon immer nah an den Menschen dran. Heute bin ich noch interessierter an den Themen der Stadt, da mir durch die St. Ingberter auch vieles zugetragen wird“, so Müller. Nach der größten Herausforderung in Sachen Bildung gefragt, antwortet die Rektorin der Pestalozzischule, dass dies „die Verknüpfung des Unterrichts am Morgen mit dem Nachmittag“ sei.

Deshalb lege sie größten Wert auf den Ausbau der Nachmittagsbetreuung und die Investition in die Sanierung maroder Schulgebäude. Da müsse es zügiger vorangehen, um „etwas für die Zukunft zu schaffen“. Außerdem bedürfe es auch schon an den Grundschulen des Faches Medienkompetenz, damit die Kinder für ihren späteren Werdegang gut gerüstet sind. Doch dafür müssten zuerst die Voraussetzungen wie WLan und Internetzugänge geschaffen werden. Außerdem brauche die Stadt mehr Krippenplätze. Dafür wolle sie sich mit ihrer Arbeit einsetzen.

Bevor Ortsvorsteher Ulli Meyer „als offizieller OB-Kandidat“ das Wort ergriff, wurde in einem Imagefilm gezeigt, welchen Werten er sich verpflichtet fühlt und welche Aufgaben er bei seiner Wahl angehen wolle. Eins wurde bei seiner Rede deutlich: Die Stadt lasse sich nur gemeinsam mit den Bürgern gestalten. „Wenn sie zum politischen Aschermittwoch erwarten, dass es hier hart zur Sache geht und jemand in die Pfanne gehauen wird, werden Sie jetzt enttäuscht sein“, so Meyer, „denn wichtig ist, nicht die Brücken einzureißen, über die wir nach der Wahl wieder gehen müssen. Wir wollen lieber welche bauen.“

Meyer rückte einige Bauprojekte in den Vordergrund, die vorangetrieben werden müssten und Bauten, die endlich abgerissen gehören, um die Zukunft und ein attraktives St. Ingebrt zu gestalten. „Unser St. Ingbert hat viele Chancen.“ Als OB-Kandidat und Ortsvorsteher sei ihm wichtig „das Verbindende statt das Trennende zu suchen und nicht mehr auf- und abzurechnen“. Das brachte ihm stürmischen Applaus seiner Parteifreunde ein. Man müsse wieder lernen, in der Sache zu diskutieren.

„Ich verstehe mich nicht als reiner Parteikandidat, sondern als einer, der für alle da ist. Ich bin nur einem verpflichtet – St. Ingbert voranzubringen. Zukunft schaffen heiße ,Ackern für St. Ingbert‘“, so Meyer. Besser als jahrelanges Diskutieren sei entschlossenes Handeln. Politik müsse generationsübergreifend sein. Neue Wohnformen, besseres Baustellenmanagemnt, Bildung als Markenzeichen der Stadt und „St. Ingbert als heimliche IT-Hauptstadt des Saarlandes“ – das sind Wünsche und Ziele des OB-Kandidaten der CDU.

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