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Hausmusikkreis erfreut mit frühlingshaftem Konzertprogramm

Hausmusikkreis erfreut mit frühlingshaftem Konzertprogramm

St. Ingbert. Bis auf den letzten Platz füllte sich am Sonntagnachmittag die St. Ingberter Christuskirche zum Frühjahrskonzert des Hausmusikkreises der VHS. Und der Besuch lohnte sich. Unter der Leitung von Helmut Haag bot das mit sieben Bläsern des Landesjungendorchesters verstärkte Orchester der VHS ein anspruchsvolles und gleichzeitig kurzweiliges Programm aus Klassik und Romantik

St. Ingbert. Bis auf den letzten Platz füllte sich am Sonntagnachmittag die St. Ingberter Christuskirche zum Frühjahrskonzert des Hausmusikkreises der VHS. Und der Besuch lohnte sich. Unter der Leitung von Helmut Haag bot das mit sieben Bläsern des Landesjungendorchesters verstärkte Orchester der VHS ein anspruchsvolles und gleichzeitig kurzweiliges Programm aus Klassik und Romantik. Zu Beginn erklang Joseph Haydns Ouvertüre in D, in der sich der Orchesterklang von Streichern und Bläsern schon voll entfalteten konnte. Sie leitete über zu Wolfgang Amadeus Mozarts letztem Klavierkonzert Nr. 27 B-Dur. Ein stilistisch außergewöhnliches Werk, wie Helmut Haag in seiner Moderation erläuterte, komponiert in Mozarts letztem Lebensjahr, in dem seine Musik in Wien schon keinen Zuspruch mehr fand. Der orchestereigene Pianist Bernhard Edelmann bewältigte den umfangreichen Solopart mit beachtlichem Können. Eine außerordentliche Leistung, die das Publikum mit lang anhaltendem Beifall honorierte. Benjamin Brittens Sentimental Saraband für Streicher, gefühlvoll und dynamisch sehr differenziert vorgetragen, entführte die Zuhörer dann in spätromantische Klangwelten. Immer leichter und frühlingshafter wurde nun das Programm. In dem Concertino C-Dur für Flöte und Orchester des Opernkomponisten Gaetano Donizetti bewies die 16-jährige Kathrin Metzger ihr auch schon durch Wettbewerbspreise bestätigtes Talent. Mit schönem Ton gestaltete sie die kantablen Stellen ebenso souverän wie die virtuosen Passagen in dem das Werk abschließenden heiteren Rondo.

Professionelles Niveau

Hier wirkten im Orchester auch wieder die Bläser des LJO mit, die trotz ihrer Jugend schon auf hohem, ja fast professionellem Niveau musizierten. Das Miteinander von Jung und Alt gab dem Konzert seinen ganz besonderen Charakter. Mit der flotten Polka Im Krapfenwaldl von Johann Strauß jun. mit einem unermüdlichen Kuckuck, einer quirligen Wasserpfeifennachtigall und einer Beethovens Pastorale entlehnten Vogelstimmenkadenz der sieben Bläser des LJO aus dem Hintergrund der Kirche endete das Konzert. Viel Beifall gab es für die Ausführenden. Bei der Wiederholung der Polka als Zugabe klatschte das Publikum begeistert mit und verließ offensichtlich angeregt und gut gelaunt die Christuskirche. red