Fleißiger Blutspender: Hassels Ortsvorsteher spendete zum 125. Mal Blut

Fleißiger Blutspender : Hassels Ortsvorsteher spendete zum 125. Mal Blut

Von Cornelia Jung

Viele Menschen spenden dann zum ersten Mal Blut, wenn ein naher Angehöriger oder ein Bekannter selbst einmal auf eine lebensrettende Blutgabe angewiesen war. Das bestätigte auch der Arzt des Blutspendezentrums Bad Kreuznach, der am vergangenen Mittwoch auf Einladung des Ortsvereins Hassel in der Eisenberghalle die Blutentnahme durchführte. Torsten Towae, der an diesem Tag zum wiederholten Mal einen halben Liter Blut spendete, nickt ebenfalls. Er komme, seitdem sein Sohn bei einem operativen Eingriff Fremdblut benötigte. Ganz anders Markus Hauck, der zwar vom betreuenden Mediziner „treuer Stammkunde“ genannt wird, aber seit 40 Jahren aus einem inneren Bedürfnis heraus jeweils 500 Milliliter des „Lebenssaftes“ abgibt. „Schon mein Vater hat als Feuerwehrmann Blut gespendet. Also habe ich es dann auch gemacht“, sagt er. Könne er nicht spenden, weil er krank ist oder einer der vier festen Hasseler Termine nicht in seinen Zeitplan passe, dann fühle er sich unwohl. „Mir fehlt dann was“, so der Hasseler Ortsvorsteher. Dann sei er schon mal nach Blieskastel, Wemmetsweiler oder Schiffweiler gefahren. Im Laufe der Jahre hat er so eine stattliche Menge Blut „verloren“ und genau so viel neues gewonnen, denn der menschliche Körper füllt das Depot wieder auf.

Männer können bereits nach zwei Monaten Pause erneut zur Blutspende gehen, Frauen alle drei Monate. Genau 125 Mal spendete Hauck mittlerweile im Rahmen der Aktion des DRK-Ortsvereins Hassel – das sind bisher stolze 62,5 Liter. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, denn er weiß, „die Menschen brauchen es“. Fabian, Haucks Sohn, hat zum „Jubiläum“ seines Vaters Blutspende-Premiere. Mit seinen 18 Jahren ist er genauso alt wie dieser, als er erstmals spendete. Der junge Feuerwehrmann erzählt, dass sein Opa vor Kurzem auf eine Bluttransfusion angewiesen war, die aus insgesamt acht Beuteln bestand. „Nun muss ich noch siebenmal kommen, damit ich diese Menge erreiche“, rechnet Hauck junior vor. Er wird wohl noch mehr als diese sieben Mal kommen, wenn er seinen Vater zum Vorbild nimmt. Außerdem ist er die Nadel schneller los als das ältere der beiden Familienmitglieder. Markus Hauck braucht fürs Blutspenden mit sechseinhalb Minuten rund eine Minute länger als sein Sohn. Es ist ein scherzhafter Wettkampf, dessen Spenden-Ergebnis Leben retten hilft. Markus Hauck freut sich schon auf die nächste Spende.

Freuen würde sich auch Christa Hauck, Vorsitzende des DRK Hassel, wenn wieder mehr Leute spenden kämen. Gab es zu Spitzenzeiten 140 Freiwillige pro Tag, waren es am Mittwoch lediglich um die 30.