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Handballer aus dem Ostsaarkreis mit gemischten Gefühlen in die Pause

Handball : TVN-Torjäger erwischte einen Sahnetag

Fünf Punkte trennen die SGH St. Ingbert (17 Punkte), den Fünften der Saarlandliga, vom TV Niederwürzbach auf Platz acht. Dazwischen rangiert noch der TV Merchweiler als Sechster (16).

„Man hat mal so Tage, da läuft es einfach.“ Bescheiden gibt sich Maximilian Bölke – zu Unrecht. Der linke Rückraum des Handball-Saarlandligisten TV Niederwürzbach war am Samstag im Heimspiel in der Würzbachhalle der überragende Akteur seiner Mannschaft. Gegen den Siebten der Liga, den TuS Brotdorf, jagte der 25-Jährige zwölf Tore aus dem Spiel in den gegnerischen Kasten und legte bei vier Strafwürfen vier weitere obendrauf. Mit 16 Treffern erzielte er fast 50 Prozent aller Tore seiner Mannschaft. „Das war so ein Sahnetag. Da hat von der ersten Sekunde alles funktioniert. Auch mit dem Block, da waren, glaube ich, drei Würfe, die als Abpraller noch reinfallen“, meinte er. Kräftige Unterstützung bekam er von seinem Spielmacher Nils Lauer, der weitere acht Tore erzielte. Fast über die gesamten 60 Minuten führte der ehemalige Bundesligist, nur beim 10:10 (16. Minute) konnten die Gäste nach anfänglichem 1:4-Rückstand wieder ausgleichen. Dass „Würzbach“ seinen fünften Saisonsieg einfahren und vor der Winterpause den achten Tabellenplatz festigen konnte, lag aber nicht nur an der Offensive. „Am Ende war auch unser Torwart Stefan Dreßler ganz entscheidend. Der hat in der zweiten Halbzeit eine Zeit lang wirklich die Hütte zugenagelt“, lobte Bölke seinen Schlussmann. Der sprang mit starken Paraden in die Bresche, als Brotdorf zwischenzeitlich wieder auf 20:22 in Schlagdistanz kam und steuerte so seinen Teil zum 33:28-Erfolg bei. „Wenn wir in den Spielen, die sehr knapp waren, bisschen konsequenter wären, hätten wir zwei bis vier Punkte mehr auf dem Konto“, meinte Bölke mit Blick auf die Tabelle. „Aber so ist das okay, wie es gelaufen ist. Wir wollen nix mit dem Abstieg zu tun haben. Daher war es auch ganz wichtig, dass wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen können.“

Für den TV Merchweiler endete das Jahr 2018 mit einer Niederlage. In der haftmittelbefreiten Primshalle in Schmelz kamen die Panther gegen den HC Schmelz nicht über eine 20:23-Niederlage hinaus. Von einem 0:4-Fehlstart erholten sich die Gäste noch. Nachdem er und seine Mitspieler knapp 15 Minuten einen Ein-Tore-Rückstand vom 8:9 (29. Minute) bis zum 12:13 (41.) nicht weiter abbauen konnten, gelang nach 42 Minuten der Ausgleich. Zwar konnte Merchweilers linker Rückraum Lars Schlicker, nachdem Schmelz sich erneut abgesetzt hatte, nach 56:09 Minuten auf 19:20 verkürzen. Der HC mauerte sich aber zu seinem vierten Heim- und fünften Saisonsieg. Obwohl der TVM keinesfalls glücklich mit der Niederlage war, zog Linksaußen Ruwen Schäfer ein versöhnliches Fazit. „Auf die kurze Verschnaufpause freut sich, denk ich, jeder. So können die Weihnachtstage genutzt werden, um Wunden der letzten Wochen zu lecken“, meint der 25-Jährige. In Anbetracht des sechsten Tabellenplatzes, auf dem seine Mannschaft das Jahr abschließt, führt er aus: „Es dauert nicht allzu lange bis wir uns alle wieder in der Halle wiedersehen, um uns auf die Rückrunde vorzubereiten und dort weiterzumachen, wo wir dieses Jahr aufgehört haben.“

Die SGH St. Ingbert hat ihr 14. Saisonspiel verloren. Beim SV 64 Zweibrücken 2 unterlag die Mannschaft von Trainer Sven-Malte Hoffmann am Sonntag 28:34 (12:21). Als Tabellenfünfter bestreitet St. Ingbert kommenden Samstag das letzte Spiel der Herren-Saarlandliga im Jahr 2018. Um 19 Uhr ist der TuS Brotdorf zu Gast in der Ingobertushalle in St. Ingbert.

Tore für den TV Merchweiler: Tobias Ranft (7/1), Kai Baab (6/4), Thorsten Dillbaum (3), Alexander Wolfram (2), Hendrik Lindemann (1), Lars Schlicker (1).
Tore für den TV Niederwürzbach: Maximilian Bölke (16/4), Nils Lauer (8), Yannick Pressmann (4), Philipp Leffer (3), Rouven Ternette (1), Tobias Seiler (1).

Tore für die SGH St. Ingbert: Michael Bauer (6), Juraj Urban (6/1), Philip Forster (5), Sven-Malte Hoffmann (4), Fabian Abel (2), Jaroslav Dobrovodsky (2), Hendrik Rolshausen (2), Lars Schirra (1).