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Handball-Saarlandliga: St. Ingbert verschenkt die Punkte

Handball-Saarlandliga: St. Ingbert verschenkt die Punkte

Die SGH St. Ingbert hat in der Handball-Saarlandliga einen Befreiungsschlag verpasst. Gegen den HC Dillingen-Diefflen verlor die SGH auf Grund einer schwachen Chancenverwertung in Hälfte eins mit 24:27 (8:13).

Ungläubiges Kopfschütteln, wohin man auch blickte. Nach dem Ertönen der Schluss-Sirene in der Partie der Handball-Saarlandliga zwischen der SGH St. Ingbert und dem HC Dillingen-Diefflen fiel die Reaktion von Spielern, Verantwortlichen und Anhängern der SGH so gleichförmig aus, als sei sie einstudiert worden. Eine Ausnahme bildeten nur die Spieler des HC Dillingen-Diefflen, die auf dem Parkett der Ingobertushalle ihren 27:24-Auswärtssieg feierten. Ein Sieg, den der Tabellenletzte St. Ingbert mit einer indiskutablen Chancenverwertung in Halbzeit eins möglich gemacht hatte.

"Wir haben in der ersten Halbzeit alles dafür getan, dass Dillingen als Sieger den Platz verlässt", sagte SGH-Trainer Martin Schwarz. Nach ausgeglichener Anfangsphase (4:3) hätte St. Ingbert seinen Vorsprung gegen den Tabellensiebten leicht ausbauen können, vergab aber freie Würfe nach Tempo-Gegenstößen im Minutentakt. Als schließlich auch der sonst so sichere Ralf Wilhelm vom Siebenmeterpunkt scheiterte und im Anschluss sogar den Nachwurf nicht im Tor unterbrachte, wähnten sich die etwa 60 Zuschauer endgültig im falschen Film. Die Konsequenz der Abschluss-Schwäche: St. Ingbert erzielte zwischen der fünften und 25. Minute nur zwei Tore. Dass es nach dieser Phase trotzdem erst 8:6 für die Gäste stand, war der guten Abwehrarbeit und vor allem dem starken SGH-Torwart Marc Heylmann geschuldet.

Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Gäste treffsicherer und zogen bis zur Pause auf fünf Tore davon (13:8). Nach dem Seitenwechsel zeigte St. Ingbert, was in dieser Partie möglich gewesen wäre. Die SGH kämpfte sich heran, vor allem Routinier Jaroslav Dobrovodsky traf aus dem Rückraum beinahe nach Belieben. Zehn Minuten vor dem Ende brachte der Slowene seine Mannschaft in Schlagdistanz (18:21). Kurz vor Schluss war St. Ingbert bis auf zwei Tore herangekommen (24:26), doch obwohl die Gastgeber im zweiten Durchgang doppelt so oft getroffen hatten wie im ersten, mussten sie sich geschlagen geben.

Der Rest war ungläubiges Kopfschütteln. SGH-Taktgeber Manuel Wilhelm sagte: "Wir hatten die große Möglichkeit auf einen Befreiungsschlag, haben es aber in der ersten Hälfte durch eine katastrophale Chancenverwertung selbst verbockt. Zumindest haben wir nicht aufgegeben und uns wieder rangekämpft." Trainer Schwarz ergänzte: "Wir haben Dillingen die Punkte geschenkt. Das Engagement hat gestimmt, aber die Jungs machen sich das Leben selber schwer und scheitern an den eigenen Nerven."

Tore für die SGH St. Ingbert: Jaroslav Dobrovodsky (11), Ralf Wilhelm, Dirk Blaumeiser, Manuel Wilhelm (je 3), Christian Schauer (2), Sebastian Diener und Patrick Richter (je 1).