Hände waschen nicht vergessen…

St. Ingbert. "Was für ein Tag?", lautet die Frage einer Mitarbeiterin im Gesundheitsamt Homburg, als wir dort anlässlich des vierten Welthändehygienetags anrufen. Dass sie nichts von einem solchen Tag weiß, heißt aber nicht, dass man diesem Thema dort keine Aufmerksamkeit schenkt. Im Gegenteil

St. Ingbert. "Was für ein Tag?", lautet die Frage einer Mitarbeiterin im Gesundheitsamt Homburg, als wir dort anlässlich des vierten Welthändehygienetags anrufen. Dass sie nichts von einem solchen Tag weiß, heißt aber nicht, dass man diesem Thema dort keine Aufmerksamkeit schenkt. Im Gegenteil. Gerade hier ist man sensibilisiert und weiß, wie wichtig das Händewaschen als Schutz vor Infektionskrankheiten ist. So gibt es Gesundheitsaufseher, die dafür verantwortlich sind, dass die Handhygiene täglicher Bestandteil in Kindertagestätten und Schulen ist. Dementsprechend werden die Erzieherinnen und Lehrerinnen regelmäßig angeleitet. Denn richtiges Händewaschen will gelernt sein! Dafür gibt es sogar ein Heftchen. Margit Selzer, Leiterin der Kita Rentrisch, macht im Trockenversuch vor, wie es den Kleinsten beigebracht wird. Mit Wasser und Seife werden die Hände zwischen den Fingern gewaschen und auch der Handteller darf nicht vergessen werden, "denn da ist eine Vertiefung, die man sonst nicht erreicht. Wir sagen ,Die Hände gehen umeinander spazieren", schließt Selzer die Handwasch-Instruktion ab.Selbstverständlich ist das Händewaschen hier. Und gerade bei der "Kleinen Kochschule" werden die Kinder nochmal explizit darauf hingewiesen. "Da achten die Kinder schon untereinander drauf. Selbst die Krippenkinder lernen das schon. Wir haben ja einen pädagogischen Auftrag und schauen, dass die Kinder sich die Hände waschen. Dabei geht es weniger ums Tadeln, wenn es jemand vergessen hat, sondern wir bestätigen vielmehr, wenn sie es richtig gemacht haben", so Selzer. Und zur Bekräftigung erzählen die künftigen Schulkinder, wie sie es mit der Handhygiene halten. "Vorm Essen und nach dem Klo", sind sie sich einig. Das mussten sie aber nicht erst im Kindergarten lernen, denn auch zu Hause wird es so gemacht. "Unsere Eltern wissen das schon lange", ist man sich bei den Fünf- und Sechsjährigen sicher. Hier ist also alles paletti. Wie sieht es im Gesundheitswesen aus?

Gerade dort achtet man darauf, denn in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen ist die "Keimzelle" für den Aktionstag der WHO zu sehen. Mit diesem Welthändehygienetag und dem nationalen Aktionstag "Aktion Saubere Hände" sollte einmal mehr darauf hingewiesen werden, wie wichtig das Händewaschen für die Gesundheit ist, auch im Lebensmittelbereich. In vielen Läden arbeiten die Verkäuferinnen mit Handschuhen, so wie in einer Metzgerei der St. Ingberter Fußgängerzone, wo es einen Extra-Bereich zum Kassieren gibt. Geld stinkt zwar nicht, aber es geht durch viele Hände und ihm haften bekanntermaßen eine Menge Keime und Bakterien an. Geld und Lebensmittel sollten also keine direkten "Berührungspunkte" haben. Warum, erzählt ein Mitarbeiter von der benachbarten Bank: "Ich habe manchmal ganz braune Finger vom Geld." Hände waschen ist wichtig und die "Hände in Unschuld waschen" kann nur der, der kein Wasser zur Hand hat. con

Hintergrund

Der 5. Mai wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Welthändehygienetag ausgerufen. Bereits zum vierten Mal wird an diesem Tag darauf hingewiesen, wie wichtig das Händewaschen im Kampf gegen Infektionskrankheiten ist. Es ist eine einfache, doch grundlegende Hygieneregel, der oftmals nicht genügend Beachtung geschenkt wird. Während sich zu Beginn der Kampagne das Augenmerk auf Krankenhäuser sowie Pflegeheime richtete, ist sie über den Lebensmittelbereich auch im täglichen Leben angekommen. Das Datum steht symbolisch für die zwei Hände mit den jeweils fünf Fingern.con