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Günther Hussong zu Gast bei den Heimatfreunden Rohrbach

Heimatfreunde : Hussong hatte die Lacher auf seiner Seite

Der „hochdeutschen Sprache mächtig sein“ ist das eine (so Günther Hussong), Platt oder auch Dialekt sprechen und verstehen, ist das andere. Aber mit den Wortverdrehungen und andersfarbigen Betonungen der Rede von Günther Hussong aus Kirkel zurechtkommen, das ist etwas, wozu man am besten Saarländer ist.

Dass es Saarländer waren, welche den Veranstaltungsraum der Rohrbacher Heimatfreunde füllten, auf deren Einladung Günther Hussong nach Rohrbach kam, konnte man leicht erkennen. Und zwar an den Gesichtern, welche fast zwei Stunden aufmerksam zuhörten und dabei pausenlos lachten. Sie verstanden, wenn Hussong Anekdoten aus seinem täglichen Umgang mit seinem „Schätzje“ oder seinen „lieben“ Nachbarn erzählte, von der Nachbarin, der „First-Lady“, weil sie Ehefrau eines Dachdeckers ist, oder vom Nachbarn zur Rechten, welcher, „als im Gang der Gong ging, zur Tür gang“, um dieselbe zu öffnen, und dergleichen mehr. Altbekannte Wörter erhielten durch Günther Hussong eine völlig neue Note, gar einen völlig neuen Sinn.

Eine Überraschung wartete noch auf die Gäste der Rohrbacher Heimatfreunde. Nicht zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung kam auch diesmal Thomas Ringwald zu Wort. Er erzählte, nach einer Auflistung von Eduard Gebhard, wer in Rohrbach in der „Schlawwerie“ wohnt oder wohnte. Allesamt mit „Uz-Namen“ benannt, und die Liste derer war lang. Die amtlichen Namen ersparte er sich, die kennt man ohnedies nur seltener. Und Ringwald trug noch ein Gedicht vor von Günter Jung, welcher ebenfalls unter den Zuhörern saß und mithörte. Das Gedicht trug den Titel: „Das Saarland“ und fügte sich wunderbar in diesen Unterhaltungsnachmittag der Rohrbacher Heimatfreunde ein.