Günstig, pflegeleicht und stilvoll

Oberwürzbach. Jetzt kann es niemand mehr leugnen: Der Frühling ist gerade dabei, zur Höchstform aufzulaufen. Zu den fast schon sommerlichen Temperaturen gesellt sich die blühende Naturlandschaft. Auch auf den St. Ingberter Friedhöfen wachsen und gedeihen die Blumen auf den Gräbern. Das zieht Arbeit für die Grabpflege nach sich und benötigt Zeit, die viele Hinterbliebene nicht mehr haben

Oberwürzbach. Jetzt kann es niemand mehr leugnen: Der Frühling ist gerade dabei, zur Höchstform aufzulaufen. Zu den fast schon sommerlichen Temperaturen gesellt sich die blühende Naturlandschaft. Auch auf den St. Ingberter Friedhöfen wachsen und gedeihen die Blumen auf den Gräbern. Das zieht Arbeit für die Grabpflege nach sich und benötigt Zeit, die viele Hinterbliebene nicht mehr haben.Der Oberwürzbacher Ortsrat drängt deshalb auf alternative Bestattungsformen. Als Favoriten kristallisierten sich Rasengräber, Urnen-Gemeinschaftsgräber und eine Urnenwand heraus. Das Gremium um die Vorsitzende Lydia Schaar lud zu seiner Sitzung am Mittwochabend Gerd Lang, den Leiter der städtischen Abteilung Umwelt- und Abfallwirtschaft ein. Und Lang brachte gute Nachrichten mit. "Rasengräber wären sofort machbar, es gibt auch Flächen für gemeinschaftliche Urnengräber." Letztere müssten aber noch in die Friedhofssatzung der Stadt aufgenommen werden. Das wird wohl noch vor der politischen Sommerpause passieren. Eher geringe Chancen gibt Lang einer Urnenwand. "Sie würde etwa 25 000 Euro kosten, die Stadt müsste sie vorfinanzieren. Bis sie in Oberwürzbach belegt ist, können zwei, drei Jahre vergehen.

Neben der Grabpflege sind auch die Grabkosten ein Kriterium dafür, wie die verstorbenen Angehörigen beerdigt werden. Das Urnen-Gemeinschaftsgrab kommt mit einmalig zu zahlenden 380 Euro für 20 Jahre am Günstigsten weg, für ein 30 Jahre bestehendes Rasengrab wären zwischen 1600 und 3600 Euro fällig. Dafür könnte diese im Vergleich zu einem Urnen-Gemeinschaftsgrab teurere Variante auch mit einem Grabstein versehen werden, ließ sich Bernhard Blaumeiser (CDU) versichern. Der aus Teilen der Oberwürzbacher Einwohner an die Ortsratsmitglieder herangetragenen Wünsche können also erfüllt werden.

"Beide Gräber würde die Stadtgärtnerei pflegen", ergänzte Gerd Lang. Die Urnen würden auch nicht in der Anonymität versinken. Grabstelen, auf denen zumindest die Namen der Verstorbenen zu lesen sind, kämen hinzu. Eine Bestattung in Oberwürzbach könnte also auch in Zukunft stilvoll vonstatten gehen, aber auch günstig und pflegeleicht. "Ich denke wir sind uns einig, dass wir das in Oberwürzbach anbieten wollen", stellte Lydia Schaar fest. obe