Leserbrief für St.Ingbert : Junkernheinrich lässt grüßen

Grundsteuer in St. Ingbert

Mich verwundert es ehrlich, wenn ich die vielen geharnischten Leserbriefe bezüglich der Grundsteuererhöhung lese. Bereits im Junkernheinrich-Gutachten zu den Kommunalfinanzen im Saarland aus dem Jahr 2015 ist eine massive Grundsteuererhöhung zur Linderung der saarländischen Finanzierungsprobleme vorgeschlagen worden. Dem wird und wurde nun in mehreren Schritten gefolgt. Jetzt wurde nochmals kräftig erhöht, so dass man nach der großen Grundsteuerreform im Jahr 2025 wohl nur geringfügig erhöhen wird, damit man sagen kann, man hätte die Reform nicht zu einer heimlichen Erhöhung ausgenützt. Ich sehe schon unsere Politiker, die sich dafür auf die Schulter klopfen. Unser Problem ist ein anderes. Wir leisten uns mit unserem kleinen Saarland mit unseren 51 Abgeordneten und mit über 50 Bürgermeistern und den damit nachgeordneten Behörden eine aufgeblähte Verwaltung. Was wir brauchen, ist eine Föderalismusreform. Wir brauchen keine 16 Bundesländer, vier zum Beispiel würden reichen. Die Wähler haben das leider nicht in der Hand. Da haben wir eine ganz große Koalition, von ganz links bis ganz rechts. Wer erst sein Pöstchen hat, wird den Teufel tun, das abzuschaffen. Das ist ja auch menschlich verständlich. So bleibt uns nur der Slogan „Großes entsteht immer im Kleinen“, und wenn es dieses Mal nur die Grundsteuer ist.