Grünschnitt-Entsorgung in St. Ingbert und dem Bliestal Kompostieranlagen verhindern Umweltfrevel

St. Ingber/Bliestal. · Auch wenn bei der derzeitigen Trockenheit kaum etwas wächst und sprießt: Die Grünschnitt-Entsorgung ist für jeden Haus- und Gartenbesitzer in der Region ein fast ganzjähriges Thema.

 Auf der städtischen Kompostieranlage am Waldfriedhof in St. Ingbert in der Straße „In der Lauerswiese“ wird aus dem von den Bürgern angelieferten Grünschnitt Kompost hergestellt. Der wird dann wieder vermarktet.

Auf der städtischen Kompostieranlage am Waldfriedhof in St. Ingbert in der Straße „In der Lauerswiese“ wird aus dem von den Bürgern angelieferten Grünschnitt Kompost hergestellt. Der wird dann wieder vermarktet.

Foto: Michael Haßdenteufel/Michael Hassdenteufel

Es war eine Begleiterscheinung der Corona-Krise Anfang März und des darauf folgenden Lockdown: Das gesellschaftliche Leben kam in weiten Teilen über Wochen zum Erliegen. Viele Menschen hatten auf ein Mal besonders viel Zeit zu Hause. Auch für den heimischen Garten und das gerade in der passenden Jahreszeit. Also ran ans Werk: Rasen mähen, (Un)kraut jäten, Hecken und Bäume schneiden. Doch es tat sich ein Problem auf: Behörden und öffentliche Einrichtungen machten aus nachvollziehbaren Gründen ebenfalls dicht oder schotteten sich ab. Das betraf auch die Entsorgung. Die Müllabfuhr konnte zwar aufrechterhalten werden, aber die Wertstoffhöfe und Grünschnitt-Abgabestellen oder Kompostieranlagen waren geschlossen. Wohin also mit dem Grünzeug, das sich im Garten türmte? Umweltschützer waren nicht ganz grundlos alarmiert. Es bestand die Gefahr, dass so mancher Gartenbesitzer sein Entsorgungsproblem in der freien Natur löste.