Grünes Licht für das neue Feuerwehrgerätehaus in Rohrbach

Kostenpflichtiger Inhalt: Ortsrat Rohrbach : Grünes Licht für das neue Feuerwehrhaus

Nach vollständiger juristischer Klärung rechnet die St. Ingberter Stadtverwaltung mit einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren.

In die Sache „Feuerwehrgerätehaus Rohrbach“ kommt langsam wieder Bewegung. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Rohrbach am Mittwochabend im kleinen Sitzungssaal des St. Ingberter Rathauses deutlich. Auch wenn er noch keine offizielle Mitteilung habe, sei er zuversichtlich, dass es mit dem Projekt bald weitergeht, so Ortsvorsteher Roland Weber. Im April 2019 vollzog der damalige St. Ingberter OB Hans Wagner auf dem Festplatz in Rohrbach den Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Damals sagte Wagner: „Ende nächsten Jahres wollen wir hier fertig sein.“ Doch passiert ist seither nichts. Der ehemals gelbe Sandhaufen, an dem die Zeremonie vollzogen wurde, ist mittlerweile total verblasst und mit Grünzeug überwuchert. Zuletzt kritisierten die Rohrbacher Freien Wähler den verzögerten Baubeginn. Schon viel zu lange würden die Kameradinnen und Kameraden des Löschbezirks Rohrbach im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses vertröstet, kritisierten sie. Nico Weber und Roland Schwarz, Mitglieder im Ortsrat Rohrbach, und FW-Stadtratsmitglied Dirk Konrad wiesen darauf hin, die Angehörigen der Rohrbacher Feuerwehr müssten ihr Ehrenamt in und von einem Gebäude aus verrichten, „das von der Unfallkasse des Saarlandes als unzumutbar eingestuft wurde und nur als unbefriedigende Notlösung zeitlich begrenzt gerade noch geduldet wird“. Passiert ist deshalb noch nichts, weil am 13. Mai vergangenen Jahres ein Bürger Widerspruch gegen die erteilte Baugenehmigung eingelegt hatte. Das Ganze landete schließlich vor dem Kreisrechtsausschuss. Die mündliche Verhandlung fand am 10. Dezember statt. Am 13. Januar erhielt die Stadt den Bescheid des Ausschusses, in dem es hieß: „Der Widerspruch wurde zurückgewiesen.“ Allerdings hatte der Beschwerdeführer bis 11. Februar Zeit, Widerspruch beim Verwaltungsgericht einzulegen. Wie der Ortsvorsteher in der Sitzung mitteilte, habe er gehört, dass dies nicht passiert sei. Unserer Zeitung gegenüber hat Beschwerdeführer Adam Schmitt, ehemaliger Beigeordneter von den Grünen, am Dienstag bestätigt, dass er auf einen Einspruch verzichten wolle, aber nach wie vor den Standort für falsch halte. „Alle Zeichen deuten darauf hin, dass es keinen Widerspruch geben wird und die Zeichen für den Neubau auf Grün stehen“, erklärte Oberbürgermeister Ulli Meyer auf Nachfrage unserer Zeitung. Weiter bestätigte Meyer, dass der Bau- und Werksausschuss in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 6. Februar einen sogenannten Vorratsbeschluss gefasst habe, um die weiteren Schritte im Projekt sowie das Ausschreibungsverfahren zu starten. Bei den ersten auszuschreibenden Gewerken handelt es sich nach den Unterlagen der Verwaltung um die Baugrundverbesserungen mit Grundwasservorhaltung sowie die Erd-, Maurer-, Betonarbeiten und Dachdeckerarbeiten. Nach vollständiger juristischer Klärung rechnet die Verwaltung mit einer Bauzeit (inklusive Planung) von rund zweieinhalb Jahren. Die erste mögliche Vergabe für Erd- und Rohbauarbeiten könnte am 7. April erfolgen. Nach Angaben des Oberbürgermeisters soll das Projekt jetzt schnellstmöglich durchgezogen werden. Das hätten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr verdient. Wie Meyer weiter erklärt, ist das Thema in der nächsten Stadtratssitzung am 27. Februar.

Auf diesem Gelände soll der Neubau entstehen. Foto: Elmar Müller

Der Bau des Feuerwehrgerätehauses wurde in der Mittelstadt lange Zeit kontrovers diskutiert. Er war aber unausweichlich geworden, weil die Unfallkasse das alte Gebäude als nicht mehr nutzbar eingeschätzt hatte. So wurde kritisiert, dass sich der Standort im Wasserschutzgebiet befindet. Auch wurde eine kostengünstigere Kombi-Variante aus Hasseler und Rohrbacher Wehr im Stegbruch ins Gespräch gebracht. Doch die Wehr zeigte sich mit dem Standort am Festplatz zufrieden.