Großer Rums zum Festauftakt

Dieser Anfang kann sich sehen lassen: Mit großem Tamtam ist in Webenheim das 93. Bauernfest gestartet. Der Kutschen-Umzug und auf den Tischen tanzende Gäste versprechen, dass hier in den kommenden Tagen die Laune in den Himmel reichen dürfte.

"Die Sonne scheint, und morgen werden wir Weltmeister", stellte Christian Weber von der Karlsberg-Brauerei mit einem Lächeln fest. Das Webenheimer Bauernfest, das meinte er damit, könne in vollen Zügen genossen werden. Am Samstag gegen Mittag setzte sich ein kleiner Umzug mit drei Kutschen in Bewegung. Von der Polizeiinspektion aus fuhren die Vertreter des Reitervereins und die Ehrengäste zum Festplatz, drehten auf diesem eine Runde und marschierten dann unter den Klängen des bayrischen Defiliermarsches der "Mandelbachtaler" ins Zelt ein. Es herrschte bestes Bauernfestwetter, nicht zu warm und nicht zu kalt, der Appell von vielen Ehrengästen, viel Bier zu trinken, wurde gerne befolgt. Schon beim Fassbieranstich wurde es häufig erwähnt, und für die Gäste im voll besetzten Festzelt war es offensichtlich: Das Bauernfest hat eine neue Festzeltwirtin. Kerstin Kohler, im feschen Dirndl, war ebenso beim Fassbieranstich dabei wie Christian Weber von der Brauerei sowie Marie-Christine I., die Bierkönigin der Homburger Brauerei, Sabine Moschel vom Reiterverein und auch dessen Präsident Ralf Schunck. Die Schirmherrin, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ("AKK") war verhindert, dafür hatte "AFW", Annelie Faber-Wegener, Blieskastels Bürgermeisterin, den Fassbieranstich übernommen, der von ohrenbetäubenden Salutschüssen der Schützen begleitet wurde. Reitervereinspräsident Ralf Schunck erklärte das 93. Webenheimer Bauernfest für eröffnet, die Blaskapelle intonierte das obligatorische "Prosit der Gemütlichkeit", und die zahlreichen Gäste im Zelt applaudierten. Gestartet war man indes schon am Vorabend mit einer After-Work-Party, anschließend sorgte dann die Partyband Frontal für beste Stimmung im Zelt. Gegen Mitternacht war "die Hütte voll", und die Gäste tanzten auf den Tischen. Zwar hatte ein heftiges Gewitter den Schaustellern das Geschäft verhagelt, aber dafür war im Zelt die Party so richtig im Gange. Derweil schauten schon in der Nacht alle Verantwortlichen des Reitervereins sorgenvoll zum Himmel.

Regen weicht Gelände auf

Und tatsächlich musste am Samstagvormittag Plan B greifen. Das Gelände hinter der Webenheimer Reithalle war zu aufgeweicht, der große Handwerker- und Bauernmarkt musste auf die angrenzenden Wege ausweichen. Aber Klaus Weingart und sein Team hatten die Lage jederzeit im Griff. Am Ende hatten sie auch allen Grund zur Zufriedenheit: Man hatte wieder einer hohen Zahl an Marktbeschickern einen vernünftigen Standplatz geboten, und die Gästezahl dürfte rekordverdächtig sein. Denn schon am Vormittag waren die Parkplätze voll, es herrschte vor allen Ständen großer Andrang. Und später eben auch im Festzelt. "Wir haben ein tolles Festzelt mit vielen Neuerungen, etwa der Cocktail-Stand, und auch einen neuen Küchenbetreiber. Das wird sicherlich ein tolles Fest", prognostizierte schon am ersten Festtag Kerstin Kohler, die neue Wirtin. Und sie wies darauf hin, dass man mit verschiedenen Thementagen (Westerntag, Webenheimer Jagd-Tag) auch neue Wege gehe. "Und wir haben eine Reihe hochkarätiger Bands verpflichtet wie etwa Krachleder, Members, W.I.P.S., Lunchbox und Frontal, die erstklassige Musik und tolle Partystimmung garantieren", so die neue Wirtin. Am heutigen Montag ist die Stuten- und Fohlenschau angesagt, am Mittag treffen sich Betriebe und Behörden zum Essen im Zelt.