Verkehrsprobleme: Große Sorge um Sicherheit der Schüler

Verkehrsprobleme : Große Sorge um Sicherheit der Schüler

Nach Ortstermin: Ortsrat sucht Lösung für die komplexe Verkehrslage an der Gemeinschaftsschule in Rohrbach.

Darüber, dass an der Gemeinschaftsschule in Rohrbach hinsichtlich des Verkehrs zu Beginn und am Ende des Unterrichts etwas geschehen muss, waren sich der Ortsrat, die Stadt und die Schulleitung nicht erst seit einer Ortsbegehung am Mittwoch einig. Es gehe hier vor allem um die Sicherheit der Kinder. Nur wie die Situation gelöst werden kann, wurde zwischen Ortsvorsteher Roland Weber, Schulleiterin Susanne Fritz und Konrektor Friedrich Kollmar noch angeregt diskutiert.

Am Morgen und vor allem nachmittags gegen 15.30 Uhr gebe es gefährliche Situationen, wovon sich Weber selbst überzeugt hatte. „Jeder stürmt aus der Schule raus. Es ist ein Chaos ohne Ende“, so Weber, „die Leute parken überall. Keiner nimmt Rücksicht auf den anderen, die Autos stehen teilweise auf dem Trottoir und spricht man die Fahrer darauf an, werden einige noch frech.“ Erst vor kurzem hatte es einen schweren Unfall mit einem jungen Radfahrer gegeben. Man wundere sich, dass bisher nicht mehr passiert sei.

Ursache für den Unmut auf Seiten der Lehrer und Anwohner ist unter anderem die Tatsache, dass es zu den Stoßzeiten kaum ein Durchkommen in der Sportplatzstraße gibt. Dort verstopfen mehrere Schulbusse und bis zu 100 Autos, der „Bringeservice“ der Eltern, den Durchgang, was den Schulweg unsicher macht. Morgens sei es nicht mal solch ein Problem, da die Schüler auf der Seite der Schule aus dem Bus aussteigen, aber am Nachmittag spitze sich die Situation zu. Denn dann müssen sie die Straße überqueren, um zur Haltestelle zu kommen. „Das sind nicht nur 20 Kinder, die dort stehen, sondern 200“, gab der Ortsvorsteher zu bedenken.

Auch aufgrund der großen Anzahl der Schüler bei Schulschluss, die den Busverkehr nutzen, war die Schule dazu übergegangen, diese direkt gegenüber des Haupteingangs im Bereich der Schranke am Zugang zum Sportplatz zu versammeln und nicht an der eigentlichen Bushaltestelle an der Einmündung zur Frankenwaldstraße. Darauf wies die Schulleitung hin und bat darum, aus eben diesem Grund den Schlüssel für die Absperrung zu bekommen, um sie bei Bedarf zu öffnen, damit genügend Raum für das Aufstellen der Kinder bleibt. In erster Linie wollte sie aber über Stadt und Ortsrat ein uneingeschränktes Halteverbot vor der Schule auf beiden Seiten der Straße erreichen.

Weber war dagegen, auch weil er die Rohrbacher Sturm dagegen laufen sah. Eine Einbahnstraßenregelung verwerfe er ebenfalls, da man dies den Anwohnern nicht zumuten könne. Weber appellierte vor allem an die Eltern, aber auch die Lehrer, die dazu beitragen müssten, die Situation zu entschärfen. Den Lehrern könne ebenso zugemutet werden, statt neben dem Haupteingang etwas entfernter zu parken und so einige der Parkplätze als Elternparkplätze frei zu geben.

Einen Fußgängerüberweg direkt am Haupteingang auszuweisen mache keinen Sinn, wie Weber sagte, da die Schüler dann trotzdem zwischen den geparkten Bussen unterwegs seien. Ein solcher Zebrastreifen müsse aber von allen Seiten frei einsehbar sein. Als Erstmaßnahme beschloss man in der jüngsten Ortsratssitzung, die sich an den Vor-Ort-Termin an der ehemaligen Johannesschule anschloss, ein zeitlich begrenztes Halteverbot vor der Schule auszuweisen. Nämlich für den Bereich von der Einmündung Willi-Graf- bis zur Frankenwaldstraße zu Beginn und am Ende des Unterrichts. Außerdem solle die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Kirchhofstraße bergauf verlegt werden und zwar an die Stelle gegenüber des Haupteingangs der Schule. Im Bereich des Multifunktionsfeldes sollen außerdem sechs der dortigen Parkplätze für Eltern reserviert werden.

Friedrich Kollmar und Susanne Fritz schilderten Ortsvorsteher Roland Weber (rechts) die schwierige Verkehrssituation an der Gemeinschaftsschule. Foto: Cornelia Jung. Foto: Cornelia Jung

Diese Maßnahmen gelte es auch deshalb schnellstens umzusetzen, da es durch die Gebundene Ganztagsschule zu Beginn des nächsten Schuljahres noch einmal rund 90 Schüler mehr sind, die die Busse nutzen.