1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Grombeereebrode der CDU Hassel im Fröschenpfuhl

Fröschenpfuhl : Kartoffeln garen für den guten Zweck

Seit 44 Jahren veranstaltet die CDU Hassel das Grombeerebrode im Fröschenpfuhl – erneut mit großem Anklang.

Das Grombeerbrode „zwischen den Tagen“ ist für dessen Besucher nicht nur eine willkommene Abwechslung nach der Weihnachtsvöllerei und den Familienbesuchen, sondern in diesem Jahr auch ein wenig Ersatz für den ausgefallenen St. Ingberter Weihnachtsmarkt. Bereits ab 7 Uhr waren fleißige „Anfeuerer“ im Hasseler Wald unterwegs, um das Feuer zu entzünden und die Glut zu schüren, die gegen ein Uhr soweit war, dass in ihr die Kartoffeln gebettet werden konnten. Zwei Stunden später waren die Grombeere soweit, um von den Gästen mit angespitzten Stöcken aus dem Wald oder mit professionellen „Stockbrotstecken“ aus der Glut gefischt zu werden.

Dabei erkennt man eingefleischte Grombeerebrode-Fans ganz einfach an ihrer Ausrüstung, zu der meist ein Messer und eine Gabel zählen. An einem Stand gab es die passende Kässchmeer dazu. Wer keine Kartoffeln mochte oder Appetit auf noch mehr „ehrliche“ Kost hatte, für den hielt das Angebot auch Rostwurst und Brot mit Hausmacher Wurst bereit. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt schmeckte der Glühwein. Wer kaltes Bier trank, konnte seine Hände am Grombeerfeuer wärmen. Ein Großvater hatte für seine Enkelin außerdem kleine Bratwürste mitgebracht, die das Mädchen fachmännisch über dem Feuer schwenkte.

Es war viel los auf der sonst grünen Wiese. Kollegen, Freunde und ganze Familien genossen es, beieinander zu stehen und sich zu unterhalten. Seit Jahren kommt auch eine „bunte“ gut gelaunte Truppe aus Ludwigshafen und Oggersheim ins Saarland, nur um dem Grombeerebrode der CDU einen Besuch abzustatten. Michael Rinck zeigte sich von der Veranstaltung begeistert. „Es war unfassbar voll“, so der CDU-Ortsvorsitzende, der sich über den großen Zuspruch freute. Vor allem lobte er die vielen Helfer, ohne die das Ereignis so kurz vor dem Jahreswechsel nicht zu stemmen gewesen wäre.

In diesem Jahr habe es noch acht zusätzliche Helfer aus dem Freundes- und Familienkreis einiger CDU‘ler gegeben, so dass am vergangenen Freitag rund 30 Aktive für das leibliche Wohl der vielen Besucher sorgten. Denn einig sind sich alle – das Grombeeerebrode soll es auch in den kommenden Jahren geben. Und dafür wird jede helfende Hand und jeder Sponsor gebraucht. So stellt die Familie Beck vom Geistkircher Hof jedes Jahr kostenlos die Kartoffeln zur Verfügung. Diesmal waren es acht Säcke der Aromakartoffel Wega – eine Sorte, die im vergangenen Jahr bei mehreren Testessen zu den Favoriten zählte. „Wir machen das gern. Schließlich ist es für einen guten Zweck. Außerdem sind wir ja Hasseler und im Dorf unterstützt man sich“, so Rita Beck. Die Knollen waren so begehrt, dass in anderthalb Stunden fast alle aus dem Feuer gefischt waren.

Für das Sägen des Holzes, das Spalten und dessen Transport gab es technische Hilfe von der Familie Eberl vom Rittershof. Mit vereinten Kräften gelang so eine tolle Veranstaltung, deren Organisatoren nun auf eine große Spendensumme hoffen. Denn wie schon in den Jahren zuvor werden später die beiden Hasseler Kindertagesstätten, der Förderverein der Grundschule, die „Initiative krebskranke Kinder“ sowie das „Treff em Gässje“, wo sich ebenfalls Hasseler Bürger engagieren, vom Grombeerebrode profitieren. Und ganz nebenbei wird durch solche Aktionen das Gemeinschaftsgefühl der Hasseler gestärkt.