Grillparty in St. Ingbert „Grill and Chill“ mit Schirm und Jacke in der Fußgängerzone

St Ingbert · Das schlechte Wetter machte dem Veranstaltungskonzept einen Strich durch die Rechnung.

 Die Gruppe Danceparader sorgte am Samstag, mit ihrem Discomobil bei „Grill & Chill“ in der St. Ingberter Fußgängerzone für Stimmung.

Die Gruppe Danceparader sorgte am Samstag, mit ihrem Discomobil bei „Grill & Chill“ in der St. Ingberter Fußgängerzone für Stimmung.

Foto: Jörg Martin​

Eigentlich war die Idee, im Kreuzungsbereich Ludwig-/Kaiserstraße in der St. Ingberter Innenstadt ein neues Event auszuprobieren, durchaus gut. Doch das regnerische Wetter machte auch dieser Veranstaltung in der Fußgängerzone rund um den Gören- und Lausbuben-Brunnen am Samstag einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Zwar kam der Genuss von Grillleckereien und Bier nicht zu kurz. Doch statt „Grill & Chill“, was ein „unvergessliches Erlebnis für alle Sinne“, so die Ankündigung der Stadtverwaltung, werden sollte, musste man sich eher um Jacke und Schirm kümmern. Mit dem Chillen sowie dem Verweilen und Genießen war es nicht weit. Die Grill- und Bierliebhaber ließen sich aber den Spaß trotz Temperaturen von um die 16 Grad nicht vermiesen. Immerhin gab es die Chance, vom klassischen Pils bis hin zu Craft-Bieren alles durchprobieren zu können.

„Endlich mal was Neues. Schade, dass das Wetter nicht hält“, meinte eine Frau aus St. Ingbert. „Die Glasbiermetzgerei setzt hier Maßstäbe. Ich sehe die Zukunft der Innenstadt in der Gastronomie. Das Einkaufen geht zurück, und die Freizeit steht im Vordergrund“, meinte ihr Ehemann. „Ich bin nicht der Organisator. Aber ich war sicher mit meinem Konzept eine Orientierung“, meinte Oliver Muskalla im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Inhaber der „Glasbiermetzgerei“ und der Craft-Bier-Brauerei „Herz und Heimat“, ist ein Fan solcher Konzept-Feste. „Die Leute haben Bock auf Erlebnis und nicht nur auf Bier und Wurst“, stellte der Gastronom mehr als deutlich klar.

„Das Ganze ist ein Versuch und findet im Rahmen des Projektes ‚Zukunftsfähige Innenstädte im Zentrum‘ (ZIZ) statt“, erklärte uns Heike Hartinger. Sie ist Projektcontrollerin bei der Stadt St. Ingbert, die das Ganze zusammen mit der Saarbrücker Agentur Friends Events veranstaltete. Im Rahmen der ZIZ-Mitgliedschaft gab es auch eine Förderung, um den Versuchsballon zu starten, mehr Leben an einem Samstag in die City zu bekommen. Es gehe darum, neue Veranstaltungsformate auszutesten, um zu sehen, ob das Rathaus diese gegebenfalls selbst auf Dauer, dann eigenfinanziert, durchführen kann.

Dazu zählen auch das Human Table-Soccer-Turnier am 12. Juli auf dem Schmelzerparkplatz und das „White Dinner“ am 10. August in der Innenstadt. Die Zielgruppe heute sei die im Alter von etwa Anfang 20 bis Mitte 40 Jahren. Für die dringend notwendige Stimmung, die man angesichts des Regens brauchte, sorgten die „Danceparader“ mit ihrem Discomobil. Die Truppe hatte nicht nur lautstarke Disco-Musik und Tänzer dabei, sondern sorgte mit ihrer transportablen Sound- und Tonanlage auf einem kleinen Wagen, den sie als „kleinste Discothek der Welt“ bezeichnete, wenigstens für einige Lacher.